Fahrbahndecke

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Beispielhafter Aufbau einer Befestigung mit Betondecke außerhalb geschlossener Ortslage im klassifizierten Straßenbau – Damm/Einschnitt

Der oberste Konstruktionsteil eines Straßenaufbaus, speziell der Abschluss des Oberbaus. Die Fahrbahndecke nimmt die Belastungen aus Verkehr und Umwelteinflüssen unmittelbar auf und schützt die darunterliegenden Konstruktionsschichten vor Witterungseinflüssen.
Gemäß RStO beträgt die Deckendicke einer Betonfahrbahndecke je nach Belastungsklasse 24 cm bis 27 cm.
Die Fahrbahndecke aus Beton kann einschichtig oder zweischichtig hergestellt werden. Beim zweischichtigen Aufbau wird die obere Schicht als Oberbeton und die untere Schicht als Unterbeton bezeichnet. Jede dieser Schichten kann ein- oder mehrlagig eingebaut werden. An Fahrbahndeckenbetone werden besondere Anforderungen gestellt.
Die Breite einer Fahrbahn richtet sich nach den Regelquerschnitten im Straßenbau.
Zur Vermeidung von unplanmäßigen Rissen und zum Ausgleich der Längenänderung durch Abkühlung und Erwärmung ist die Fahrbahndecke aus Beton durch Fugen in einzelne Platten zu unterteilen. Dazu werden z.B. Scheinfugen als Sollbruchstellen eingeschnitten. Üblich sind bei Deckendicken von 27 bis 30 cm, Plattenlängen von 5,00 m und Plattenbreiten von 4,25 m.
Bei Fahrbahndecken der Belastungsklassen BK100 bis BK1,8 sind stets Dübel im Bereich der Querscheinfugen und Anker im Bereich der Längsfugen vorzusehen.


Literatur