Haufwerksporiger Leichtbeton

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Haufwerksporen bei Korngemischen

Bei diesem Leichtbeton wird die Gesteinskörnung so ausgewählt, dass möglichst viel Hohlraum (Haufwerksporen) zwischen den Körnern entsteht. Die Gesteinskörnung weist also keine gleichmäßige Sieblinie auf. Häufig wird hierbei Einkornbeton verwendet. Die Gesteinskörnung kann porig (Leichte Gesteinskörnung) oder gefügedicht sein. Die Zementleimmenge ist so zu dosieren, dass die Gesteinskörnung nur umhüllt und punktweise verkittet werden. Es entsteht ein haufwerksporiges Betongefüge.
Haufwerksporiger Leichtbeton wird vor allem wegen seiner sehr geringen Wärmeleitfähigkeit eingesetzt. Die üblichen Verwendungsformen sind Fertigteile nach DIN EN 1520 und DIN 4213 und Leichtbeton-Mauerwerk (DIN EN 771-3, DIN 20000-403). Weitere Anwendungsgebiete sind Wandplatten für leichte Trennwände (DIN 18 148 und 18 162) und Stahlbetondielen für Dach- und Deckenplatten (DIN EN 1520 und DIN 4213). Leichte Gesteinskörnung muss DIN EN 13055-1 entsprechen. Es kommen vor allem Blähton, Blähschiefer und Naturbims in Frage. Zumischungen von Gesteinskörnungen mit dichtem Gefüge sind zulässig.

Literatur