Fahrbahndeckenzement

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Für Fahrbahndeckenbetone können Portlandzemente CEM I der Festigkeitsklasse 42,5 N, aber auch Portlandkompositzemente (CEM II) oder Hochofenzement (CEM III) mit einem maximalen Hüttensandgehalt von 50 M.-% gemäß DIN EN 197-1 verwendet werden. Die für Fahrbahndecken einsetzbaren Zemente sind in nachstehender Tabelle aufgeführt.

Die über die DIN EN 197-1 hinausgehenden (nicht genormten, aber in TL Beton-StB enthaltenen) Anforderungen für Fahrbahndeckenzemente im Hinblick auf den Wasseranspruch, die 2-Tage-Druckfestigkeit und die Mahlfeinheit gelten nur bei der Verwendung von Portlandzement CEM I der Festigkeitsklasse 32,5 R. Diese Zementart wird heute nur noch sehr selten im Betonstraßenbau verwendet.

Unabhängig von der Festigkeitsklasse gilt für alle Zemente für den Bau von Fahrbahndecken aus Beton ein Erstarrungsbeginn ≥ 2 Stunden nach dem Anmachen. Sie dürfen darüber hinaus bestimmte charakteristische Werte für den wirksamen Alkaligehalt (Na2O-Äquivalent) nicht überschreiten:
Zement Hüttensandgehalt Alkaligehalt des Zements Alkaligehalt des Zements
ohne Hüttensand bzw. Ölschiefer
[M.-%] Na2O-Äquivalent [M.-%] Na2O-Äquivalent [M.-%]
CEM I + CEM II/A-S, -T, -LL - ≤ 0,8 -
CEM II/B-T - - ≤ 0,9
CEM II/B-S 21 bis 29 - ≤ 0,9
CEM II/B-S 30 bis 35 - ≤ 1,0
CEM II/A 36 bis 50 - ≤ 1,05

Weitere Angaben für Zemente im klassifizierten Straßenbau sind in den TL Beton-StB enthalten.

Siehe auch:

Literatur