Geklebte Bewehrung

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Methode zum Verstärken von Stahlbeton-Bauteilen durch Aufkleben von Stahl- oder Kohlefaserlamellen (CFK-Lamellen) als Bewehrung.
Für die Ausführungen von schubfesten Klebeverbindungen ist eine bauaufsichtliche Zulassung des Deutschen Instituts für Bautechnik in Berlin erforderlich. Das Verfahren darf für dynamische Beanspruchungen nicht eingesetzt werden und die Brandsicherheit muss für den Einzelfall nachgewiesen werden.
Die Festigkeit einer durch Verkleben hergestellten Verbindung hängt von der Abreißfestigkeit ab (Adhäsion zwischen den zu verklebenden Bauteilen als auch Kohäsion des Klebers).
Als Kleber kommen z. B. Reaktionsharze in Frage. Im Betonbau werden nahezu ausschließlich Zweikomponenten-Epoxidharze verwendet, die (im Unterschied zu den "Haftklebern") zu den sogenannten "Festklebern" zählen. Bei vorschriftsmäßiger Vorbereitung der Klebeflächen (Beton: gesandstrahlt, Stahl: entrostet nach Reinheitsgrad Sa 3) ist ein Festkleberfilm i. d. R. so fest am Untergrund verankert, dass eher einer der Werkstoffe reißt als die Klebung.
Neuerdings wird auch Textilbeton zur Verstärkung von Betonbauteilen eingesetzt.

Literatur