Betonpumpen

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Fördern von Beton mit Betonpumpen
Hydraulisch angetriebene Kolbenpumpe als Zwillingspumpe (System Putzmeister)

Geräte zum Fördern von Frischbeton in horizontaler und vertikaler Richtung sowie für das Einbringen des Betons auf der Baustelle.

Die ersten stationären Geräte wurden bereits in den 20er Jahren benutzt. B. fördern den Beton unter Druck durch Rohrleitungen, ohne dass der Förderstrom abreißt. Voraussetzung ist ein pumpfähiger Frischbeton mit einem guten Zusammenhaltevermögen und gleichmäßiger Konsistenz.

Nach dem Pumpprinzip unterscheidet man Kolbenpumpen und Rotorpumpen. Die überwiegende Zahl der Betonpumpenhersteller benutzt das Prinzip der hydraulisch angetriebenen Kolbenpumpe, oft als Zwillingspumpe ausgebildet. Man unterteilt die Pumpen häufig weiter nach den verschiedenen Schiebersystemen. Beim Rotorpumpenprinzip (Quetschpumpenprinzip) pressen Walzen den Beton durch eine Gummischlauch in die Rohrleitung.

Betonpumpen kommen besonders vorteilhaft dort zum Einsatz, wo bei der Betonförderung große Distanzen zu überwinden sind oder wo an engen und schwer zugänglichen Stellen betoniert werden muss. Sie stellen einen bedeutenden Rationalisierungsfaktor im Bauablauf dar.

Baustellen-Betonpumpen sind stationäre Anlagen, mit denen große Betonmengen ohne häufigen Standortwechsel gefördert werden. Typische Einsatzgebiete sind neben Tunnelbaustellen auch Hochbaustellen mit großen Betonförderhöhen oder -längen. Die Betonverteilung erfolgt entweder über Rohrleitungen oder ihr Verteilermaste.

Mobile Betonpumpen sind auf Reifenfahrgestellen montiert als Anhänger oder selbstfahrende Geräte. Anhänger-Betonpumpen haben einen ähnlichen Einsatzbereich wie Baustellen-Betonpumpen, können jedoch durch ein entsprechend ausgerüstetes Fahrwerk im Straßenverkehr mit Geschwindigkeiten bis zu 80 km/h bewegt werden. Noch flexibler sind Auto-Betonpumpen, bei denen die Betonpumpen und die, in einem verstellbaren Ausleger (Verteilermast) liegende Betonförderleitung auf LKW-Fahrgestelle aufgebaut sind. Dieses System lässt sich durch seine kurzen Rüstzeiten sehr genau an die Betonierzeiten anpassen und ist deshalb besonders wirtschaftlich. In der Regel werden Auto-Betonpumpen stundenweise angemietet. Für kleinere Baustellen mit Einbaumengen bis zu 25 m³ Beton kommen auch sogenannten Fahrmischerpumpen zum Einsatz. Diese Fahrzeuge tragen gleichzeitig eine normale Mischertrommel, eine Betonpumpe und einen Verteilermast.
Die Verwendung von Aluminiumrohren ist nicht zulässig, weil hier die Gefahr besteht, dass Aluminiumteilchen abgerieben werden, in den Beton gelangen und dort zu Treiben führen.


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