Wirbelschichtofen

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Ofen mit drei bis fünf Kammern, in denen durch Einblasen der Kühl- und Verbrennungsluft ein Wirbelbett erzeugt wird. Die so erzeugte Wirbelschicht weist flüssigkeitsähnliche Eigenschaften auf und es kommt zu einem engen Kontakt des Wirbelguts (Zementrohstoffe) mit dem Wirbelmedium (Brennstoffe, Gase). Dies führt zu einem guten Wärmeübergang.
In Deutschland wird dies Verfahren bei der Zementherstellung nur zur Aufbereitung von Sekundärrohstoffen eingesetzt (z. B. Zementwerk Rüdersdorf, Ölschieferverbrennung im Zementwerk Dotternhausen). Um die Einsatzmöglichkeiten für Sekundärrohstoffe zu erweitern, die sowohl einen hohen mineralischen Anteil als auch höhere brennbare Bestandteile enthalten, wird die Zirkulierende Wirbelschicht zur Vergasung derartiger Stoffe angewandt. Das bei 950 °C entstehende Gas wird ohne weitere Zwischenbehandlung im Kalzinator des Ofenanlage als Brennstoff benutzt, der mineralische Anteil als inerte Rohstoffkomponente in der Rohmühle eingesetzt.

Literatur

  • Wülfrather Taschenbuch für Kalk und Dolomit. Rheinische Kalksteinwerke, Wülfrath 1977