Anstrichstoffe

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Zusammensetzung von Imprägnierungsmitteln, Lasuren, Anstrich- und Beschichtungsstoffen (Anhaltspunkte)
Auch Anstrichmittel genannt: Flüssige bis pastenförmige, physikalisch und/oder chemisch trocknende Stoffe oder Stoffgemische, die durch Streichen, Spritzen, Tauchen, Fluten und andere Verfahren auf Oberflächen aufgebracht werden und einen Anstrich ergeben. Sie bestehen im Normalfall aus Bindemitteln, Lösemitteln, Farbstoffen und Zusatzstoffen, die zur Erzielung bestimmter Verarbeitungs- oder Gebrauchseigenschaften diene. Anstrichstoffe, die nach dem Bindemittel benannt sind, müssen soviel von diesem Bindemittel enthalten, dass dessen charakteristische Eigenschaften im Bindemittel und im Anstrich vorhanden sind.
Sollen Anstrichstoffe auf bewitterten Betonoberflächen eingesetzt werden, haben sie eine Reihe von Grundanforderungen zu erfüllen. Sie müssen beispielsweise auf dem Untergrund gut haften, sollen licht-, UV- und alkalibeständig sein, dürfen nicht quellen und auch nicht kleben. Außerdem muss die Überstreichbarkeit mit dem gleichen Anstrichsystem gewährleistet sein, um einen mehrlagigen Auftrag zu ermöglichen und spätere Erneuerungen problemlos ausführen zu können. Diese Anforderungen werden von nach der Instandsetzungs-Richtlinie des DAfStb geprüften Produkten sicher erfüllt. Bei reparaturbedingten Anwendungen sind von einem Anstrich jedoch auch weitergehende Schutzwirkungen zu fordern. Neben der Fähigkeit, im begrenzten Umfang Risse zu überbrücken, kommt einer Abschirmung korrosionsfördernder Medien, Wasser als bevorzugtes Transportmittel von Schadstoffen sowie mit der Luft verbundener Gase große Bedeutung zu.

Literatur

  • Peck, Martin; u.a.: Stahlbetonoberflächen – schützen, erhalten, instandsetzen. Schriftenreihe der Zement- und Betonindustrie; Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2008