Hitzeschäden an Fahrbahndecken

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Typische Schadensbilder bei Hitzeschäden

Sehr alte Fahrbahndecken in Autobahnen (> 40 a), deren Fugenabdichtung über die Nutzungsdauer nicht oder nicht ausreichend gepflegt (also regelmäßig erneuert) wurden, können über die Jahre ihrer Nutzung bei sommerlicher Hitze sehr hohe Druckspannungen in Längsrichtung aufbauen, wenn die Dilatationsräume in den Fugen durch im Winter eingetragenes Festmaterial aufgefüllt und damit verschlossen sind.
Die Druckspannungen können bei der sommerliche Ausdehnung der Platten sehr groß werden und zu spontanem Plattenversagen im Fugenbereich führen, es entsteht ein Hitzeschaden oder sogenannter blow up:

  • Eine oder beide Plattenufer im Fugenbereich erleiden ein spontanes Druckversagen.
  • Der betroffene Plattenbereich bricht innerhalb von wenigen Sekunden.
  • Plattenteile und die Bruchverschotterung stellen sich durch die Bewegung der in den Bruch nachdrückenden Fahrbahnplatten auf und können ein quer zu Fahrtrichtung laufendes Hindernis von bis zu 50 cm Höhe bilden.

Aus diesem Grunde werden sehr alte Autobahnabschnitte, bei denen hohe Längsdruckspannungen festgestellt oder sicher vermutet werden, mit regelmäßigen Entlastungsschnitten entspannt. Hierbei wird im Abstand von ca. 400 m an einer Fuge ein etwa 50 cm bis 100 cm breites Fahrbahnteil herausgeschnitten und der Bereich temporär mit Asphalt geschlossen. Autobahnabschnitte, die auf diese Weise entspannt wurden, sind als abgängig einzustufen, da die Plattenenden an den Asphaltriegeln je nach Schwerverkehrsbelastung in relativ kurzer Zeit starke Überlastungsschäden aufweisen können.

Literatur