Stampfbeton

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Stampfbeton bei der Bruder Klaus Feldkapelle in Wachendorf von Architekt Peter Zumthor
Toilettenhäuschen aus Stampfbeton auf einem Golfplatz in Lauterhofen/Oberpfalz

Benennung des Betons nach der Art des Verdichtens.
Das Stampfen als Verfahren zum Verdichten von Beton wird wegen des langsamen Arbeitsfortschritts und der Eignung nur für unbewehrten, steifen Beton nur noch selten angewendet.
Die Stampfbetonbauweise entstand ursprünglich aus dem Pisè-Verfahren (von französisch piser = stampfen), mit dem seit Anfang des 17. Jhdts. in Frankreich Lehm zu Wänden gestampft wurde. Der Unternehmer Wilhelm Jakob Wimpf nutzte in Weilburg an der Lahn das Verfahren Anfang des 19. Jhdts., um die Wände seiner Wohn- und Geschäftshäuser zu bauen. Die Brüder Eugen und Rudolf Dyckerhoff adaptierten das Verfahren für die Betonbauweise. Die Stampfbetonbauweise fand dann lange Zeit - bis in die 1940er Jahre - im Wasserbau, bei der Herstellung großer Fundamente und der Pfeiler im Brückenbau Anwendung.
Seit einigen Jahren erlebt die Stampfbetonbauweise eine „Renaissance“, da das schichtenweise Betonieren und Verdichten zu besonderen ästhetischen Merkmalen führt.
Aufgrund der Vorgehensweise ist mit langen Betonierzeiten zu rechnen. Zusammensetzung und Verarbeitung sorgen für eine geringe Schwindneigung und hohe Dichte.

Literatur