Hydratation

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Bildung der Hydratphasen und des Gefüges bei der Hydratation von Zement
  1. Allgemein: Reaktion eines Stoffs mit Wasser, bei der das Wasser an den betreffenden Stoff angelagert wird. Es handelt sich um einen chemisch-physikalischen Vorgang.
  2. Beim Zement: Durch die Wasserbindung (Reaktion der Klinkerphasen mit dem Wasser zu Hydratphasen) während des Erstarrens und Erhärtens entsteht aus dem Zementleim der Zementstein.

Bei vollständiger Hydratation bindet der Zement etwa 25 % seines ursprünglichen Gewichts an Wasser chemisch und etwa 10 bis 15 % physikalisch (Gelporen). Das chemisch gebundene Wasser (Hydratwasser) beträgt etwa 40 M.-%, entsprechend einem Wasserzementwert von w/z = 0,40. Ein höherer Wasserzementwert führt im Zementstein stets zu Kapillarporen. Die Hydratation ist temperaturabhängig und wird von höheren Temperaturen beschleunigt. Sie läuft in den ersten Stunden und Tagen schneller ab und wird im Laufe der Zeit langsamer (Nacherhärten). Sie wird abgebrochen, wenn nicht genügend Wasser zur Verfügung steht. Daher ist eine möglichst früh einsetzende und genügend lang wirkende Nachbehandlung des Betons erforderlich.

Siehe auch: