Betonverflüssiger

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Kurzbezeichnung: BV
Diese Betonzusatzmittel verbessern die Verarbeitbarkeit des Frischbetons bei gleichem Wassergehalt und/oder verbessern die Festbetoneigenschaften durch Verminderung der Wasserzugabe (mögliche Wassereinsparung zwischen 5 und 10 l/m³ Beton).
Betonverflüssiger haben eine geringere verflüssigende Wirkung als Fließmittel und dürfen nur beim Mischen des Betons zugegeben werden. Zum Teil werden aber die gleichen Grundstoffe für die Herstellung von Betonverflüssigern und Fließmitteln eingesetzt:


Die verflüssigende Wirkung von Produkten auf der Basis von Naphthalinsulfonat und Melaminsulfonat entsteht durch Anhaftung ihrer negativ geladenen Polymermoleküle an der Zementkornoberfläche und einer daraus entstehenden elektrostatischen Abstoßung der Zementkörner untereinander.
Der Anlagerungsprozesse der Moleküle an die Zementkornoberflächen und die chemischen Prozesse bei der einsetzende Hydratation beeinflussen sich wechselseitig, was die Wirksamkeit der Betonverflüssiger vom Zeitpunkt der Zugabe und von der chemischen Zusammensetzung der verwendeten Zemente, Zusatzstoffe und anderen Zusatzmittel abhängig macht.
Mögliche Nebenwirkungen: Einführung von Luftporen, Festigkeitsminderung, Erstarrungsverzögerung.


Literatur