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	<title>beton.wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12757</id>
		<title>Zementarten</title>
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		<updated>2024-12-09T10:27:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zement]] besteht aus Hauptbestandteilen, Nebenbestandteilen und Zusätzen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;Hauptbestandteile&#039;&#039; werden ausgewählte [[anorganische Stoffe]] bezeichnet, deren Massenanteil mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nebenbestandteile&#039;&#039; sind ausgewählte [[anorganische Stoffe]], deren Massenanteil nicht mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. Diese Stoffe können aus der Klinkerherstellung stammen oder in DIN EN 197-1 definierte Hauptbestandteile sein, sofern sie nicht bereits als Hauptbestandteile im Zement enthalten sind. Zweck der&lt;br /&gt;
Nebenbestandteile ist eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften von Zement (z. B. Verarbeitbarkeit oder Wasserrückhaltevermögen) durch Optimierung der Korngrößenverteilung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zusätze&#039;&#039; gemäß DIN EN 197-1 werden zugegeben, um die Herstellung oder die Eigenschaften von Zement zu verbessern. Dabei darf die  Gesamtmenge der Zusätze einen Massenanteil von 1,0 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten. Die Menge an organischen Zusätzen im Trockenzustand darf einen Massenanteil von 0,2 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So werden dem Zement z. B. Sulfatträger (meist ein Gemisch aus [[Gips]] und natürlichem [[Anhydrit]]) als [[Erstarren|Erstarrungsregler]] zugegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der verwendeten Hauptbestandteile unterteilt DIN EN 197-1 [[Zement]] in fünf Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
# Portlandzement CEM I&lt;br /&gt;
# Portlandkompositzemente CEM II&lt;br /&gt;
# Hochofenzement CEM III&lt;br /&gt;
# Puzzolanzement CEM IV&lt;br /&gt;
# Kompositzement CEM V&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 14216 unterteilt weitere Zemente mit sehr niedriger Hydratationswärme in die Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
* Hochofenzement VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Hauptzementarten untergliedern sich entsprechend ihrer Hauptbestandteile in die Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216:&lt;br /&gt;
* [[Portlandzement]] CEM I&lt;br /&gt;
* [[Portlandhüttenzement]] CEM II/-S&lt;br /&gt;
* Portlandsilicastaubzement CEM II/-D&lt;br /&gt;
* Portlandpuzzolanzement CEM II/-P und CEM II/-Q&lt;br /&gt;
* [[Portlandflugaschezement]] CEM II/-V und CEM II/-W&lt;br /&gt;
* [[Portlandschieferzement]] CEM II/-T&lt;br /&gt;
* [[Portlandkalksteinzement]] CEM II/-L und CEM II/-LL&lt;br /&gt;
* [[Portlandkompositzement]] CEM II/-M&lt;br /&gt;
* [[Hochofenzement]] CEM III / VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement CEM IV / VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement CEM V / VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile und ihre Kurzzeichen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] (K)&lt;br /&gt;
* [[Hüttensand]] (S)&lt;br /&gt;
* [[Puzzolane]] (P, Q)&lt;br /&gt;
* [[Flugasche]]n (V, W)&lt;br /&gt;
* [[Ölschiefer|Gebrannter Schiefer]] (T)&lt;br /&gt;
* [[Kalkstein]] (L, LL)&lt;br /&gt;
* [[Silikastaub]] (D)&lt;br /&gt;
* [[Recyclingmehl]] (F)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle in nebenstehender Tabelle aufgeführten Zementarten nach DIN EN 197-1 enthalten als Hauptbestandteil zwischen 5 und 100 M.-% [[Zementklinker]] und zwischen 0 und 5 M.-% Nebenbestandteile. Die angegebenen M.-% beziehen sich immer auf die Summe aller Haupt- und Nebenbestandteile. Im Sinne der Reduzierung der [[Kohlendioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Emissionen bei der Zementherstellung ([[Dekarbonisierung von Zement und Beton]]) werden Zemente mit geringem Anteil an Portlandzementklinker und gleicher Leistungsfähigkeit bevorzugt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennbuchstaben L, N und R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit niedriger [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein L (= low) (nur für Hochofenzemente nach DIN EN 197-1).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit normaler, üblicher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein N (= normal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit hoher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein R (= rapid).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zemente mit besonderen Eigenschaften&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die sogenannten Normalzemente sind in DIN EN 197-1 zu finden. Für die über die DIN EN 197-1 hinausgehenden Anforderungen an [[Sonderzemente]] mit zusätzlichen oder besonderen Eigenschaften gelten andere Regelwerke (mit).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]] erhalten zusätzlich die folgenden Kennbuchstaben:&lt;br /&gt;
* Zement mit niedriger [[Hydratationswärme]]: LH (= low heat; [[LH-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
* Zement mit sehr niedriger [[Hydratationswärme]]: VLH (= very low heat; [[VLH-Zement]] gemäß DIN EN 14216)&lt;br /&gt;
* Zement mit hohem Sulfatwiderstand: SR (= sulfate resisting; [[SR-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
Zemente mit der besonderen Eigenschaft &amp;quot;niedriger wirksamer [[Alkaligehalt des Zements|Alkaligehalt]]&amp;quot; entsprechen den Anforderungen der DIN EN 197-1 und darüber hinaus Anforderungen der DIN 1164-10. Für diese Zemente existiert keine besondere Normbezeichnung. Die Normbezeichnungen werden i. d. R. mit (na) für &amp;quot;niedriger wirksamer Alkaligehalt&amp;quot; ergänzt und im Sprachgebrauch auch [[NA-Zement]] genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die folgenden Zemente mit besonderen Eigenschaften erhalten keine besondere Normbezeichnung:&lt;br /&gt;
* [[Fahrbahndeckenzement]] gemäß TL Beton-StB, &lt;br /&gt;
* [[Weißzement]] und &lt;br /&gt;
* [[Hydrophobierte Zemente]]/wasserabstoßende Zemente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es noch weitere Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]]:&lt;br /&gt;
*Zemente mit verkürztem Erstarren gemäß DIN 1164-11 &lt;br /&gt;
**Zemente mit frühem Erstarren ([[FE-Zement]])&lt;br /&gt;
**Schnellerstarrende Zemente ([[SE-Zement]])&lt;br /&gt;
*Zemente mit erhöhtem Anteil organischer Bestandteile; [[HO-Zement]]) gemäß DIN 1164-12 (die Norm wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennzeichnung von Zementen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für eine eindeutige Zuordnung eines Normalzements sind die Angabe der Zementart, der Normbezug, die Kurzzeichen der Zementart und weiterer neben Portlandzementklinker im Zement vorhandener Hauptbestandteile sowie die Festigkeitsklasse mit dem Hinweis auf die Anfangsfestigkeit vorgeschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: Portlandzement der Festigkeitsklasse 42,5 mit hoher Anfangsfestigkeit:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement EN 197-1 – CEM I 42,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Portlandkalksteinzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit hoher Anfangsfestigkeit und 6 bis 20 M.-% Kalkstein (Gesamtanteil an organischem Kohlenstoff ≤ 0,20 M.-%):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Portlandkalksteinzement]] EN 197-1 – CEM II/A-LL 32,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Hochofenzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit niedriger Anfangsfestigkeit und 66 bis 80 M.-% [[Hüttensand]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochofenzement EN 197-1 – CEM III/B 32,5 L&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Portlandkompositzement CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der im Juli 2021 erschienenen DIN EN 197-5 &amp;quot;Zement - Teil 5: [[Portlandkompositzement]] CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&amp;quot; werden weitere Zementarten jenseits DIN EN 197-1 genormt, die aber vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden dürfen. In der (bauordnungsrechtlich noch nicht in jedem Bundesland verbindlichen) DIN 1045-2:2023-08 wird im Absatz 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; ein Zement nach DIN EN 197-5 allerdings als &amp;quot;geeignet&amp;quot; bezeichnet. Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ZementartenEN197-5.jpg|none|700 px|Zementarten nach DIN EN 197-5:2021-07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Zement mit rezyklierten Baustoffen]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der im Dezember 2023 erschienenen DIN EN 197-6 &amp;quot;Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen&amp;quot; wird Zement mit [[Recyclingmehl|Betonrecyclingmehl]] definiert. Diese Zemente werden als CEM II-Zemente (Portland-Recyclingmehlzement / Portlandkompositzement) bezeichnet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Bei DIN EN 197-6 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet. ln Deutschland benötigen entsprechende Zemente daher für den Einsatz in Beton eine [[Zulassung, bauaufsichtliche|allgemeine bauaufsichtliche Zulassung]] (abZ). Zur Kennzeichnung ist in Deutschland das [[Übereinstimmungszeichen|Ü-Zeichen]] zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Spezialzemente]]&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Zement]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Umweltproduktdeklaration&amp;diff=12756</id>
		<title>Umweltproduktdeklaration</title>
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		<updated>2024-12-09T10:25:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Umweltproduktdeklarationen (Environmental Product Declarations, EPD) quantifizieren die Umweltwirkungen eines Produkts.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dafür werden die Umweltwirkungen aller Stoffströme, die mit einem Produkt von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung verknüpft sind, im Normalfall über eine Ökobilanz entsprechend den Normen DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044 systematisch erfasst. Umweltproduktdeklarationen werden in der Regel in Übereinstimmung mit den Anforderungen der DIN EN 15804 „[[Nachhaltigkeit]] von Bauwerken – Umweltdeklarationen für Produkte – Grundregeln für die Produktkategorie Bauprodukte“ und sogenannten Produktkategorieregeln (Product Category Rules – PCR) erarbeitet. Dabei wird die Zuverlässigkeit der Ökobilanzdaten über eine unabhängige Verifizierung sichergestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Umweltproduktdeklarationen können zur [[CSC-Zertifizierung|Nachhaltigkeitszertifizierung]] von Gebäuden herangezogen werden. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Bundesverband der Deutschen Transportbetonindustrie e.V. (BTB) und die Forschungsvereinigung der deutschen Beton- und Fertigteilindustrie e.V. unter Federführung der Fachvereinigung Deutscher Betonfertigteilbau e.V. (FDB) hatten dem Forschungsinstitut der Zementindustrie (Verein Deutscher Zementwerke e.V.) den Auftrag erteilt, Ökobilanzen für Betone sechs üblicher [[Druckfestigkeitsklassen]] zu erarbeiten. Nach der Fertigstellung wurden die Ökobilanzen beim Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) eingereicht, verifiziert und liegen als Umweltproduktdeklarationen vor.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Generische EPDs von Zement (verallgemeinernd über die Zementproduktion in Deutschland) wurden vom Verein Deutscher Zementwerke (VDZ) auf der Grundlage der Auswertung von Produktionsdaten der Zementhersteller erarbeitet und extern verifiziert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die aktuellen Umweltproduktdeklarationen für Zement (Durchschnittlicher Zement, Portlandzement CEM I, Portlandkompositzement CEM II/C-M sowie Hochofenzemente CEM III/A und CEM III/B – und die für Beton (C8/10 bis C60/75) – stehen als PDF-Datei unter diesem [https://www.beton.org/wissen/nachhaltigkeit/umweltproduktdeklarationen/%20Umweltproduktdeklarationen%20für%20Beton%20und%20Zement Link] zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
[[CSC-Zertifizierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
[https://www.beton.org/wissen/nachhaltigkeit/umweltproduktdeklarationen/ Umweltproduktdeklarationen für Beton und Zement]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Nachhaltigkeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Bindemittel&amp;diff=12755</id>
		<title>Bindemittel</title>
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		<updated>2024-12-09T09:56:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Stoffe, die bei [[Mörtel]] und [[Beton]] die [[Gesteinskörnung]] und [[Füllstoffe]] untereinander und mit dem Untergrund sowie bei [[Anstrich]]en die [[Pigmente]] und [[Füllstoffe]] verbinden. In pigment- und füllstofffreien [[Anstrichstoffe]]n umfasst das Bindemittel alle nichtflüchtigen Bestandteile. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Beton gemäß DIN EN 206-1 / DIN 1045-2  gelten als Bindemittel alle Zemente nach DIN EN 197-1, DIN 1164-10, DIN 1164-11 und nach DIN EN 14216 als geeignet. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Zemente nach DIN EN 197-5 dürfen vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden. In der (bauordnungsrechtlich noch nicht in jedem Bundesland verbindlichen) DIN 1045-2:2023-08 wird im Absatz 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; ein Zement nach DIN EN 197-5 allerdings als &amp;quot;geeignet&amp;quot; bezeichnet. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Ausbesserung von Beton werden sowohl [[Organische Stoffe|organische]] ([[Polymere]]) als auch [[Anorganische Stoffe|anorganische]] Bindemittel ([[Zement]]) eingesetzt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In [[Mörtel|Mörteln]] wird z. B. auch [[Kalk]] als Bindemittel eingesetzt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für bestimmte Einsatzzwecke - nicht aber für Beton gemäß DIN EN 206-1 / DIN 1045-2 - können als Bindemittel [[Geopolymere]] (GP) und Alkalisch-aktivierte Bindemittel (AAB) eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch:==&lt;br /&gt;
*[[hydraulische Bindemittel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zement&amp;diff=12754</id>
		<title>Zement</title>
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		<updated>2024-12-09T09:55:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1. Feingemahlenes [[Hydraulische Bindemittel|hydraulisches Bindemittel]] für [[Mörtel]] und [[Beton]], das je nach [[Zementarten|Zementart]] aus mehreren Hauptbestandteilen bestehen kann. Ein Hauptbestandteil ist immer [[Zementklinker]]. Für Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 gelten Zemente nach DIN EN 197-1, DIN 1164-10, DIN 1164-11, DIN 1164-12¹ und nach DIN EN 14216 als geeignet. Für Beton nach DIN 1045-2:2023-08 (derzeit noch nicht in jedem Bundesland bauordnungsrechtlich verbindlich) gelten Zemente nach DIN EN 197-1, DIN EN 197-5, DIN 1164-10, DIN 1164-11, DIN 1164-12¹ und nach DIN EN 14216 als geeignet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zement erhärtet mit Wasser angemacht durch [[Hydratation]] sowohl an der Luft als auch unter Wasser und bleibt auch unter Wasser fest; er muss [[Raumbeständigkeit|raumbeständig]] sein.&amp;lt;br&amp;gt;Durch die Höhe seiner [[Druckfestigkeit]] unterscheidet sich Zement von anderen hydraulischen Bindemitteln, z. B. von hydraulisch erhärtenden [[Kalk]]en und von [[Putz- und Mauerbinder]]n. Die [[Zementprüfungen|Prüfungen des Zements]] sind in DIN EN 196 beschrieben. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 197-1 unterteilt Zement je nach Zusammensetzung in fünf [[Zementarten|Hauptzementarten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Der Begriff Zement wird umgangssprachlich gelegentlich noch als Bezeichnung für zementgebundene [[Mörtel]], [[Estrich]]e usw. benutzt. Dies war früher auch in der Fachwelt üblich, wie ältere Publikationen zeigen. Der Begriff [[Asbestzement]] ist ein Beispiel dafür. Heute steht Zement nur für das [[Bindemittel]]. Zur Vermeidung von Missverständnissen wird bei Beton- oder Mörtelprodukten ggf. der Begriff &amp;quot;zementgebunden&amp;quot; hinzugefügt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
¹ DIN 1164-12 wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch: ==&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Klinkerphasen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Portlandkompositzement&amp;diff=12753</id>
		<title>Portlandkompositzement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Portlandkompositzement&amp;diff=12753"/>
		<updated>2024-12-09T09:52:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zementarten|Zementart]] nach DIN EN 197-1 und DIN EN 197-5&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandkompositzemente CEM II/A-M und CEM II/B-M nach DIN EN 197-1 bestehen aus den Hauptbestandteilen [[Zementklinker]] (K) (mindestens 65 M.-%) sowie [[Hüttensand]] (S), [[Puzzolane|Puzzolan]] (P, Q), [[Flugasche]] (V, W), [[Ölschiefer|gebrannter Schiefer]] (T) und/oder [[Kalkstein]] (L, LL) sowie bis zu 5 M.-% anderen Nebenbestandteilen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund seines im Vergleich mit [[Portlandzement]] CEM I geringeren Anteils an [[Zementklinker]] spielt er eine wichtige Rolle bei der [[Dekarbonisierung von Zement und Beton]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach [2] können Portlandkompositzemente mit Hüttensand und Kalkstein (CEM II/B-M (S-LL)) nach den durchgeführten Untersuchungen in Beton für alle Expositionsklassen bezüglich carbonatisierungs- und chloridinduzierter Bewehrungskorrosion sowie Frostangriff mit und ohne Taumittel eingesetzt werden. Belegt wird das auch durch Einsätze in der Praxis [3].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandkompositzemente CEM II/C-M nach DIN EN 197-5 enthalten mindestens 50 % Zementklinker (K) sowie [[Hüttensand]] (S), natürliches [[Puzzolane|Puzzolan]] (P), kieselsäurereiche [[Flugasche]] (V), [[Ölschiefer|gebrannter Schiefer]] (T) und/oder [[Kalkstein]] (L, LL) sowie bis zu 5 M.-% anderer Nebenbestandteile. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Zemente nach DIN EN 197-5 dürfen vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden. In der (bauordnungsrechtlich noch nicht in jedem Bundesland verbindlichen) DIN 1045-2:2023-08 wird im Absatz 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; ein Zement nach DIN EN 197-5 allerdings als &amp;quot;geeignet&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[1] [http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[2] Müller, Christoph; Lang, Eberhard: Dauerhaftigkeit von Beton mit Portlandkalkstein- und Portlandkompositzementen CEM II-M (S-LL). In: [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-3-2005-131.html beton 3/2005, Seite 131f] und [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-4-2005-197.html beton 4/2005, Seite 197f] und [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-5-2005-266.html beton 5/2005, S. 266f]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[3] [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/beton-4-2019-116.html Rothenbacher, Werner; Zimmermann, Heiko: CEM II-M-Zemente für nachhaltige Brückenbauwerke – (k)ein Widerspruch. In: beton 4/2019, Seite 116f]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[4] [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/3-604-2014-.html Schulze, Simone Elisabeth: Zur Reaktivität von Steinkohlenflugaschen und ihrer Rolle bei der Hydratation flugaschehaltiger Zemente. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Hydraulische_Bindemittel&amp;diff=12752</id>
		<title>Hydraulische Bindemittel</title>
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		<updated>2024-12-09T09:52:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein hydraulisches [[Bindemittel]] ist ein [[Anorganische Stoffe|anorganischer]], nicht metallischer, fein gemahlener Stoff, der nach dem Anmachen mit Wasser infolge chemischer Reaktionen mit dem Anmachwasser sowohl an der Luft als auch unter Wasser selbständig [[Erstarren|erstarrt]] und [[Erhärten|erhärtet]] und nach dem Erhärten auch unter Wasser fest und [[Raumbeständigkeit|raumbeständig]] bleibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hydraulische Bindemittel bestehen aus Verbindungen zwischen einer unhydraulischen Base, dem [[Kalk]] (seltener Magnesia), und sogenannten [[Hydraulefaktoren]]: [[Siliciumdioxid]] SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, [[Aluminiumoxid]] ([[Tonerde]]) Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; und [[Eisenoxid]] Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;. Zu den hydraulischen Bindemitteln gehören z. B. alle [[Zementarten]] nach DIN EN 197-1, DIN EN 197-5, DIN EN 197-6, DIN 1164-10, DIN 1164-11 und [[hydraulischer Kalk]] nach DIN EN 459-1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Beton gemäß DIN EN 206-1 / DIN 1045-2  gelten als Bindemittel alle Zemente nach DIN EN 197-1, DIN 1164-10, DIN 1164-11 und nach DIN EN 14216 als geeignet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Zemente nach DIN EN 197-5 dürfen vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden. In der (bauordnungsrechtlich noch nicht in jedem Bundesland verbindlichen) DIN 1045-2:2023-08 wird im Absatz 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; ein Zement nach DIN EN 197-5 allerdings als &amp;quot;geeignet&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktionsfähigkeit wird üblicherweise mit dem [[Aktivitätsindex]] beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Entwicklungen zielen darauf ab, nachhaltige und effektive hydraulische Bindemittel auf Basis von Calciumsilicaten bereitzustellen, die bei der Verarbeitung möglichst vollständig zu [[Calciumsilicathydrat|Calciumsilicathydraten]] reagiert. Bei der Herstellung werden maximal Temperaturen um 200 °C erreicht. Im Vergleich zur Herstellung von Portlandzement sind der Kalk- und Energiebedarf stark reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Hydraulizität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
*Stemmermann, P.; Schweike, U.; Garbev, K.; Beuchle, G.; Möller, H.: Celitement – eine nachhaltige Perspektive für die Zementindustrie. In: Cement International 5/2010, S. 52&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
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		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Hydraulische_Bindemittel&amp;diff=12751</id>
		<title>Hydraulische Bindemittel</title>
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		<updated>2024-12-09T09:51:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Ein hydraulisches [[Bindemittel]] ist ein [[Anorganische Stoffe|anorganischer]], nicht metallischer, fein gemahlener Stoff, der nach dem Anmachen mit Wasser infolge chemischer Reaktionen mit dem Anmachwasser sowohl an der Luft als auch unter Wasser selbständig [[Erstarren|erstarrt]] und [[Erhärten|erhärtet]] und nach dem Erhärten auch unter Wasser fest und [[Raumbeständigkeit|raumbeständig]] bleibt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hydraulische Bindemittel bestehen aus Verbindungen zwischen einer unhydraulischen Base, dem [[Kalk]] (seltener Magnesia), und sogenannten [[Hydraulefaktoren]]: [[Siliciumdioxid]] SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;, [[Aluminiumoxid]] ([[Tonerde]]) Al&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt; und [[Eisenoxid]] Fe&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;. Zu den hydraulischen Bindemitteln gehören z. B. alle [[Zementarten]] nach DIN EN 197-1, DIN EN 197-5, DIN EN 197-6, DIN 1164-10, DIN 1164-11 und [[hydraulischer Kalk]] nach DIN EN 459-1.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Beton gemäß DIN EN 206-1 / DIN 1045-2  gelten als Bindemittel alle Zemente nach DIN EN 197-1, DIN 1164-10, DIN 1164-11 und nach DIN EN 14216 als geeignet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Zemente nach DIN EN 197-5 dürfen vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden. In der (bauordnungsrechtlich noch nicht verbindlichen) DIN 1045-2:2023-08 wird im Absatz 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; ein Zement nach DIN EN 197-5 allerdings als &amp;quot;geeignet&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Reaktionsfähigkeit wird üblicherweise mit dem [[Aktivitätsindex]] beurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aktuelle Entwicklungen zielen darauf ab, nachhaltige und effektive hydraulische Bindemittel auf Basis von Calciumsilicaten bereitzustellen, die bei der Verarbeitung möglichst vollständig zu [[Calciumsilicathydrat|Calciumsilicathydraten]] reagiert. Bei der Herstellung werden maximal Temperaturen um 200 °C erreicht. Im Vergleich zur Herstellung von Portlandzement sind der Kalk- und Energiebedarf stark reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Hydraulizität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
*Stemmermann, P.; Schweike, U.; Garbev, K.; Beuchle, G.; Möller, H.: Celitement – eine nachhaltige Perspektive für die Zementindustrie. In: Cement International 5/2010, S. 52&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Betonfachgespr%C3%A4che&amp;diff=12750</id>
		<title>Betonfachgespräche</title>
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		<updated>2024-11-06T11:05:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Begriff aus dem [[BBQ-Konzept]] der Normenreihe DIN 1045:2023-08.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das BBQ-Konzept beinhaltet für ein konkretes Bauvorhaben, dass Bauherr, Planer, Bauunternehmen und Baustoffhersteller frühzeitig zusammenarbeiten müssen. Daher werden auch höhere Anforderungen an die Kommunikation gestellt. Der Planer soll dabei mit dem Auftraggeber zunächst die [[BBQ-Konzept|Betonbauqualitätsklasse]] festlegen. Und an den Schnittstellen müssen sich die Beteiligten (spätestens nach der Vergabe) über die tatsächlich erforderlichen [[Frischbetoneigenschaften|Frisch-]] und [[Festbeton|Festbetoneigenschaften]] (Performance-Konzept) verständigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wichtige Elemente dabei sind die Betonfachgespräche im Zuge der Planung (&#039;&#039;&#039;BBQ-Ausschreibungsgespräch&#039;&#039;&#039;) sowie vor und während der Ausführung der Betonbauarbeiten (&#039;&#039;&#039;BBQ-Ausführungsgespräche&#039;&#039;&#039;). Für die Organisation und Dokumentation dieser Betonfachgespräche hat der Bauherr einen BBQ-Koordinator zu bestimmen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel des &#039;&#039;&#039;BBQ-Ausschreibungsgesprächs&#039;&#039;&#039; ist die Erarbeitung eines vorläufigen &#039;&#039;&#039;Betonbaukonzepts&#039;&#039;&#039;, das Parameter für die [[Ausschreibung]] von [[Betoneigenschaften]] sowie den [[Betonverarbeitung|Einbau]] und die [[Nachbehandlung]] von Beton enthält. Neben Objektplaner, Tragwerksplaner und Ausschreibendem soll an dem Ausschreibungsgespräch auch eine Fachkundige Person als Experte für Betonbautechnik teilnehmen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausführungsgespräche&#039;&#039;&#039; sollen vor und während der Bauausführung stattfinden mit dem Ziel, ein Betonbaukonzept zu erstellen und fortlaufend fortzuschreiben. Neben dem Koordinator (Objektplaner) oder BBQ-Federführenden (vom Bauherrn beauftragter Koordinator) sind hier auch wieder der Tragwerksplaner, gegebenenfalls der Ausschreibende, dazu noch der ausführende Bauleiter, der Betonhersteller, gegebenenfalls der Subunternehmer sowie die Fachkundige Person als Experte für Betonbautechnik als Teilnehmer vorgesehen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Startgespräch&#039;&#039;&#039; der Ausführungsgespräche ist das Betonbaukonzept zu erarbeiten, das die [[Betonherstellung]] und die Bauausführung inklusive Angaben für die Betonherstellung und Lieferung und Angaben für den [[Betonverarbeitung|Betoneinbau]] umfasst. Im Bedarfsfall schließen sich regelmäßige &#039;&#039;&#039;Bauverlaufsgespräche&#039;&#039;&#039; an, in denen das Betonbaukonzept entsprechend des Verlaufs der praktischen Umsetzung fortgeschrieben wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehrfach genannte &#039;&#039;&#039;Fachkundige Person&#039;&#039;&#039; soll gemäß Abschnitt 5.4 der DIN 1045-1000 über folgende Kenntnisse in der Betonbautechnik verfügen:&lt;br /&gt;
* vertiefte Kenntnisse in [[Bemessung]] und Konstruktion und [[Bauverfahren]]&lt;br /&gt;
* vertiefte Kenntnisse zur Beurteilung der [[Standsicherheit]] (einschl. [[Brandschutz]], [[Bauphysik]] und gegebenenfalls Verkehrssicherheit) und [[Gebrauchstauglichkeit]]&lt;br /&gt;
* Kenntnisse über die Technischen Baubestimmungen und die Grundanforderungen an Bauwerke und Bauteile und die daraus resultierenden Anforderungen an Baustoffe und Systeme&lt;br /&gt;
* nachweislich vertiefte Kenntnisse und Erfahrung in der Betontechnik und in der Herstellung von und dem Bau mit [[Betonfertigteile|Betonfertigteilen]] sowie in der Bauausführung und der Qualitätssicherung&lt;br /&gt;
* vertiefte Kenntnisse zur Beurteilung der [[Dauerhaftigkeit]] von Betonbauteilen&lt;br /&gt;
* bei Fertigteilen vertiefte Kenntnisse der Werkplanung und der Herstellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Die neue Normenreihe wurde in die [[Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen]] 2024/1 (MVV TB 2024/1) aufgenommen. Bis zur Umsetzung der MVV TB 2024/1 in Länderrecht sind im Betonbau weiter DIN EN 206-1:2001 zusammen mit dem nationalen Anwendungsdokument DIN 1045-2:2008 anzuwenden. In der Anlage A 1.2.3/1 Abschnitt 7 der MVV TB 2024/1 ist allerdings eine Einschränkung zu DIN 1045-1000:2023-08 zu finden. Dort steht: &amp;quot;Die Anforderungen an die Kommunikation ((Anm.: also die Betonfachgespräche)) und deren Dokumentation in Teilen der Abschnitte 4 und 5 sowie in Anhang A gelten nicht als Technische Baubestimmungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/beton-5-2022-138.html Breitenbücher, Rolf: Neue Normengeneration DIN 1045 auf der Zielgeraden. In: beton 5/2022 S. 138]&lt;br /&gt;
*Alfes, C.; lgnatiadis; A.; Wiens, U.: Die neue Normenreihe DIN 1045 – Weiterentwicklung der Betonbauqualität (BBQ). Deutscher Ausschuss für Stahlbeton e. V. (DAfStb), Berlin 2020&lt;br /&gt;
*Büchel, Rainer: Weißdruck der DIN 1045 im August erschienen. In: VDB-Information 160/23. Verband Deutscher Betoningenieure e. V. (Hrsg.), Bergisch Gladbach 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=BBQ-Konzept&amp;diff=12749</id>
		<title>BBQ-Konzept</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=BBQ-Konzept&amp;diff=12749"/>
		<updated>2024-11-06T11:05:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Begriff, der mit der Normenreihe DIN 1045:2023-08 eingeführt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Normenreihe DIN 1045:2023-08 unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich vom derzeitig noch gültigen Regelwerk im Betonbau, in dem zum Beispiel die Anforderungen nicht danach differenziert werden, ob ein konventioneller Hochbau wie ein Mehrfamilienhaus zu errichten ist oder ob es sich um ein komplexes Ingenieurbauwerk wie eine Brücke handelt. Die zum Teil weitaus höheren Anforderungen bei komplexen Betonbauaufgaben können aber nur durch ein Konzept zur Betonbauqualität erfüllt werden, das eine Differenzierung hinsichtlich der Ingenieuraufgabe, der Betonherstellung und der Bauausführung ermöglicht. Diesen komplexeren Fällen sind aber nicht nur - zum Beispiel - komplette Ingenieurbauwerke zuzuordnen, sondern gegebenenfalls auch nur einzelne Bauteile eines Bauwerks. Deswegen können die Anforderungen nicht nur bauwerkspezifisch, sondern auch bauteilspezifisch definiert werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage der bestehenden Anforderungen an die Bauwerkssicherheit werden je nach Bauwerkstyp und Randbedingungen die Bauteile/Bauwerke in Klassen eingeteilt, für die unterschiedliche Anforderungen und Maßnahmen zum Erreichen einer bestimmten Qualität festgelegt werden. Diese Klassifizierung von Qualitätsanforderungen deckt dabei alle Bereiche des Betonbaus (Planung, Baustoff, Ausführung) ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kernstück des BBQ-Konzepts ist die DIN 1045-1000, in der die Einteilung in die einzelnen Klassen und die notwendigen Kommunikationselemente dargelegt werden. Während man zum Beispiel in der „niedrigsten“ &#039;&#039;&#039;Betonbauqualitätsklasse&#039;&#039;&#039; BBQ-N „normale Anforderungen“ davon ausgeht, dass das Handeln der Beteiligten auch ohne vertiefte Abstimmung untereinander in der Regel zum Erfolg führt, werden in den höheren Betonbauqualitätsklassen BBQ-E und BBQ-S verbindliche [[Betonfachgespräche]] (Ausschreibungs- und Ausführungsgespräche) unter Einbeziehung von Experten vorgeschrieben:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
•	BBQ-N&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bauwerke mit normalen Anforderungen an Planung, Bauausführung, Baustoffe und Kommunikation. Besondere Anforderungen an die Kommunikation werden nicht gestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
•	BBQ-E&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bauwerke mit erhöhten Anforderungen an Planung, Bauausführung, Baustoffe und Kommunikation. Die technischen Anforderungen entsprechen denen der Klasse BBQ-N, werden aber ergänzt um zusätzliche Regelungen. &lt;br /&gt;
Bei der Kommunikation werden verbindliche [[Betonfachgespräche]] gefordert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
•	BBQ-S&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bauwerke mit besonders festzulegenden Anforderungen an Planung, Bauausführung, Baustoffe und Kommunikation. Die technischen Anforderungen entsprechen denen der Klasse BBQ-E ergänzt um spezifische Festlegungen aus der „Leistungsbeschreibung“ (z. B. auch aus der [[ZTV-ING]] oder [[ZTV-W]]). &lt;br /&gt;
Bei der Kommunikation werden die Anforderungen der Klasse BBQ-E erweitert, zum Beispiel durch die Einschaltung eines übergeordneten Fachkoordinators.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Einteilung in die Betonbauqualitätsklassen ist abhängig von:&lt;br /&gt;
* der vorgesehenen Nutzung und [[Nutzungsdauer]],&lt;br /&gt;
* den Einwirkungen,&lt;br /&gt;
* der Bauwerks- bzw. Bauteilkonstruktion,&lt;br /&gt;
* der Art des Betons (z. B. [[Leichtbeton]], [[Schwerbeton]], [[Selbstverdichtender Beton]] (SVB), [[Faserbeton]], [[Luftporenbeton]]),&lt;br /&gt;
* dem Bauverfahren und&lt;br /&gt;
gegebenenfalls weiteren Randbedingungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ermittlung der obengenannten Betonbauqualitätsklassen wird erst durch die vorherige Zuordnung zu Klassen, die die jeweiligen Anforderungen an Planung, Bauausführung und Baustoffe innerhalb der einzelnen Bereiche abbilden, ermöglicht:&lt;br /&gt;
* Drei &#039;&#039;&#039;Planungsklassen&#039;&#039;&#039;: PK-N / PK-E / PK-S&lt;br /&gt;
* Drei &#039;&#039;&#039;Betonklassen&#039;&#039;&#039;: BK-N / BK-E / BK-S&lt;br /&gt;
* Drei &#039;&#039;&#039;Bauausführungsklassen&#039;&#039;&#039;: AK-N / AK-E / AK-S&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Zuordnung der Betonbauqualitätsklassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Anforderungen !! normal (N) !! erhöht (E) !! speziell festzulegen (S)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Planungs-, Beton- oder Ausführungsklasse || PK-N und BK-N und AK-N || PK-E oder BK-E oder AK-E || PK-S oder BK-S oder AK-S&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Betonbauqualitätsklasse || BBQ-N || BBQ-E || BBQ-S&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Gemäß dieser Tabelle kann ein Bauwerk oder Bauteil nur in die „niedrigste“ Betonbauqualitätsklasse BBQ-N eingestuft werden, wenn Planungsklasse UND Betonklasse UND Ausführungsklasse „normal“ (= N) sind. Für die Einstufung ist immer die jeweils „schärfste“ Zuordnung in Planungsklasse, Betonklasse oder Ausführungsklasse maßgeblich (mit N &amp;lt; E &amp;lt; S). Bei einer Einstufung PK-N und AK-N und BK-S ist deshalb das Bauteil/Bauwerk in die höchste Betonbauqualitätsklasse BBQ-S einzustufen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tabelle 2 in DIN 1045-1000 ermöglicht es, das eigene Projekt mit 76 Beispielfällen, unterteilt in die folgenden sechs Gruppen:&lt;br /&gt;
* Anforderungen an die Nutzung, &lt;br /&gt;
* [[Expositionsklassen]] und [[Feuchtigkeitsklasse|Feuchtigkeitsklassen]], &lt;br /&gt;
* [[Festigkeitsklassen]] und [[Festigkeitsentwicklung]], &lt;br /&gt;
* Betone für verschiedene Anwendungen, &lt;br /&gt;
* Bauteile und Bauwerke mit verschiedenen Anforderungen an die [[Bemessung]], Konstruktion und Ausführung, &lt;br /&gt;
* [[Bauverfahren]] und [[Nachbehandlung]]&lt;br /&gt;
zu vergleichen und entsprechend in die Planungsklassen (PK), Betonklassen (BK) und Bauausführungsklassen (AK) und - letztendlich - auch in die Betonbauqualitätsklasse einzuordnen. Projekte, für die nicht absolut übereinstimmende Vergleichsfälle in dieser Tabelle zu finden sind, sind sinngemäß zu beurteilen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend der Zuordnung zur Betonbauqualtätsklasse sind ein Betonbaukonzept bzw. ein vorläufiges Betonbaukonzept zu erstellen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Die neue Normenreihe wurde in die [[Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen]] 2024/1 (MVV TB 2024/1) aufgenommen. Bis zur Umsetzung der MVV TB 2024/1 in Länderrecht sind im Betonbau weiter DIN EN 206-1:2001 zusammen mit dem nationalen Anwendungsdokument DIN 1045-2:2008 anzuwenden. In der Anlage A 1.2.3/1 Abschnitt 7 der MVV TB 2024/1 ist allerdings eine Einschränkung zu DIN 1045-1000:2023-08 zu finden. Dort steht: &amp;quot;Die Anforderungen an die Kommunikation ((Anm.: also die Betonfachgespräche)) und deren Dokumentation in Teilen der Abschnitte 4 und 5 sowie in Anhang A gelten nicht als Technische Baubestimmungen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/beton-5-2022-138.html Breitenbücher, Rolf: Neue Normengeneration DIN 1045 auf der Zielgeraden. In: beton 5/2022 S. 138]&lt;br /&gt;
*Alfes, C.; lgnatiadis; A.; Wiens, U.: Die neue Normenreihe DIN 1045 – Weiterentwicklung der Betonbauqualität (BBQ). Deutscher Ausschuss für Stahlbeton e. V. (DAfStb), Berlin 2020&lt;br /&gt;
*Büchel, Rainer: Weißdruck der DIN 1045 im August erschienen. In: VDB-Information 160/23. Verband Deutscher Betoningenieure e. V. (Hrsg.), Bergisch Gladbach 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Datei:ArbeitsfugenWW.jpg&amp;diff=12747</id>
		<title>Datei:ArbeitsfugenWW.jpg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Datei:ArbeitsfugenWW.jpg&amp;diff=12747"/>
		<updated>2024-07-22T08:43:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: Buechel lud eine neue Version von Datei:ArbeitsfugenWW.jpg hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Arbeitsfugen in Weißen Wannen&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aus: Zement-Merkblatt B 22 &amp;quot;Arbeitsfugen&amp;quot; Ausgabe 1.2002&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fugen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Arbeitsfugen&amp;diff=12746</id>
		<title>Arbeitsfugen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Arbeitsfugen&amp;diff=12746"/>
		<updated>2024-07-22T08:40:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Arbeitsfugen.jpg|mini|gerahmt|Arbeitsfugen in durchlaufenden Decken und Balken]][[Datei:ArbeitsfugenWW.jpg|mini|gerahmt|Arbeitsfugen bei Weißen Wannen]][[Datei:SchalungArbeitsfugen.jpg|mini|gerahmt|Ausbildung der Schalung bei Arbeitsfugen mit Dreikant- und Trapezleisten]]&lt;br /&gt;
In [[Beton]]-, [[Stahlbeton]]- oder [[Spannbeton]]-Bauteilen entstehen [[Fugen]], wenn frischer Beton gegen eine mehr oder weniger erhärtete Betonlage, also nicht frisch auf frisch eingebracht wird.&amp;lt;br&amp;gt;Solche Arbeitsfugen sind möglichst zu vermeiden. Beton- und Stahlbetonbauwerke können jedoch kaum in einem Arbeitsgang hergestellt werden. Dadurch entstehen zeitlich getrennte [[Betonierabschnitte]]. Bei Unterbrechungen des Betoniervorgangs von wenigen Stunden kann dem zuerst eingebrachten Beton ein [[Erstarrungsverzögerer]] zugegeben werden.&amp;lt;br&amp;gt;In den häufigsten Fällen werden Arbeitsfugen aus betrieblichen Gründen angeordnet, die sich aus der Organisation des Bauablaufs ergeben (Leistung der Geräte und Arbeitskräfte, [[Schalung]]stechnik). Sie können jedoch auch durch nicht vorherzusehende Störungen (Wetter, Maschinenschäden, Lieferverzögerungen von Baustoffen) verursacht sein.&amp;lt;br&amp;gt;In DIN 1045 Teil 3, Abschnitt 8.4 heißt es: „Die einzelnen [[Betonierabschnitte]] sind vor Beginn des Betonierens festzulegen. Arbeitsfugen sind so auszubilden, dass alle dort auftretenden Beanspruchungen aufgenommen werden können und ein ausreichender Verbund der Betonschichten sichergestellt ist.“&amp;lt;br&amp;gt;[[Fugen]] zwischen Fertigteilen und Ortbeton ([[Vergussbeton]]), Montagefugen z. B. zwischen Fertigteilen, zählen i. A. nicht zu den Arbeitsfugen; für sie gelten besondere Vorschriften.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Arbeitsfugen in WU-Bauwerken ([[Weiße Wanne]])&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Typische Arbeitsfugen bei wasserundurchlässigen Bauwerken aus Beton sind die waagerechte Fuge zwischen Bodenplatte&lt;br /&gt;
(Sohle) und aufgehenden Wänden, die senkrechte Fuge zwischen zwei benachbarten Wandabschnitten oder Fugen, die größere Sohlen oder Decken in kleinere Betonierabschnitte unterteilen. Die Ausbildung erfolgt als [[Wasserundurchlässige Fugen|wasserundurchlässige Fuge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Arbeitsfugen in [[Estrich|Estrichflächen]]&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Arbeitsfugen werden entweder als [[Pressfugen|Pressfuge]] oder als [[Bewegungsfugen|Bewegungsfuge]] ausgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch: ==&lt;br /&gt;
*[[Fugen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[https://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/H11.pdf Zement-Merkblatt H11: Fugen und ihre Abdichtung in WU-Bauwerken aus Beton]&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B19.pdf Zement-Merkblatt B19: Zementestrich]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/bauplanung-ausfuehrung/weisse-wannen-einfach-und-sicher.html Lohmeyer, G.; Ebeling, K.: Weiße Wannen - einfach und sicher. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2018]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Fugen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Bentonit&amp;diff=12745</id>
		<title>Bentonit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Bentonit&amp;diff=12745"/>
		<updated>2024-06-28T11:39:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bentonit ist der übergeordnete Begriff für natürlich vorkommenden oder künstlich hergestellten, stark quellfähigen [[Ton]], der neben Montmorillonit Begleitmineralien wie Quarz, Glimmer, Feldspat, Pyrit und Kalk enthält.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bentonit wird aufgrund seiner [[Thixotropie|thixotropen Eigenschaften]] bei der Herstellung von [[Schlitzwand|Schlitz-]] und Dichtungswänden, [[Bohrpfahl|Bohrpfählen]], Schachtabsenkungen und Senkkästen eingesetzt. Werden größere Festigkeiten der [[Suspension]] verlangt, so kann [[Zement]] in Mengen von 100 und 200 kg/m³ zugemischt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zudem werden Abdichtungssysteme mit Bentonit zur Abdichtung von erdberührten Bauwerken gegen drückendes Wasser eingesetzt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die wesentlichen Ursachen für das besondere physikalische und chemische Verhalten von Bentonit sind:&lt;br /&gt;
* der strukturelle Aufbau und die Morphologie der Montmorillonitkristalle,&lt;br /&gt;
* das Kationen-Austauschvermögen und&lt;br /&gt;
* die innerkristalline Quellfähigkeit.&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von Bentonitsuspensionen mit hoher Eigenfestigkeit sind Natriumbentonite wegen der starken innerkristallinen Quellfähigkeit des Natrium-Montmorillonits besonders geeignet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Name Bentonit leitet sich von einem der größten Abbaugebiete bei Fort Benton in den USA ab, der Name Montmorillonit von einer Lagerstätte bei Montmorillon in Südfrankreich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
[http://NN:%20Wie%20funktioniert%20Betonit?%20In:%20Beton‑Informationen%202/1975%20Seite%2030f NN: Wie funktioniert Betonit? In: Beton‑Informationen 2/1975 Seite 30f]&lt;br /&gt;
[[Category:Tiefbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Schlitzwand&amp;diff=12744</id>
		<title>Schlitzwand</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Schlitzwand&amp;diff=12744"/>
		<updated>2024-06-28T11:17:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:V10800LehrterBhfBerlin.jpg|mini|Rückverankerte Schlitzwand bei der Baustelle Lehrter Bahnhof in Berlin]]&lt;br /&gt;
Verfahren zur Umschließung von [[Baugruben]]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schlitzwände können als permanente Baugrubenumschließungen konstruktiv in die Konstruktion des entstehenden Bauwerks einbezogen werden. &amp;lt;br&amp;gt; Sie werden üblicherweise ausgeführt als:&lt;br /&gt;
* [[Ortbeton|Ortbetonschlitzwände]]; &lt;br /&gt;
* [[Fertigteile|Fertigteilschlitzwände]]; &lt;br /&gt;
* bewehrte Einphasenschlitzwände (Wand aus einer selbsterhärtender [[Suspension]]).&lt;br /&gt;
Schlitzwände werden entsprechend der Wandhöhe und der auf die Wände einwirkenden Beanspruchungen bemessen werden. Üblicherweise liegen die Wanddicken zwischen 0,40 m und 1,20 m. Das Verfahren wird häufig im [[Tunnelbau]] in Deckelbauweise eingesetzt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Herstellung der Ortbeton- und Fertigteilschlitzwände werden abschnittsweise oder kontinuierlich Schlitze im Baugrund hergestellt, die mit einer [[Thixotropie|thixotropen]] Stützflüssigkeit – meist [[Bentonit]] – temporär gestützt werden. Im oberen Bereich dient eine Leitwand aus Spundbohlen oder Beton auf beiden Seiten des Schlitzes der Führung des Baggergreifers.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Ortbetonschlitzwänden wird nach dem Aushub die vorgefertigte [[Bewehrung]] in den Schlitz eingeführt und der Beton eingebaut. Dabei wird die Stützflüssigkeit verdrängt, abgepumpt und gesammelt. Der Beton muss dabei so zusammengesetzt sein, dass er beim Einbringen nicht zum [[Entmischen]] neigt, ein gutes Zusammenhaltevermögen aufweist, leicht die [[Bewehrung]] umfließt und nach dem [[Erstarren]] [[Wasserundurchlässigkeit|wasserundurchlässig]] ist. Untersuchungsergebnisse zeigen, dass aus dem [[Frischbeton]] im Kontakt mit Erdreich und Grundwasser nur unbedenklich geringe Mengen umweltrelevanter Stoffe [[Auslaugbarkeit|eluiert]] werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Fertigteilschlitzwänden werden [[Betonfertigteile]] in den vorbereiteten Schlitz eingehoben.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Einphasenschlitzwänden wird eine [[Suspension]] aus die Zement oder einem anderen [[Bindemittel]], zusätzlichen Stoffen wie z. B. Bentonit, [[Hüttensand]] oder [[Flugasche]], [[Füller]], [[Sand]] und [[Zusatzmittel]] eingesetzt. Diese Suspension dient während des Aushubs des Schlitzes als Stützflüssigkeit und bildet erhärtet zusammen mit den Feinanteilen aus dem natürlichen Boden die endgültige Schlitzwand.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
DIN EN 206 schreibt in Anhang D in Abhängigkeit vom gewählten [[Größtkorn]] D&amp;lt;sub&amp;gt;max&amp;lt;/sub&amp;gt; der [[Gesteinskörnung]] [[Mindestzementgehalt|Mindestzementgehalte]] für den Schlitzwandbeton vor. Anhang D listet auch die Arten der zu verwendenden Zemente. DIN EN 1538 &amp;quot;Ausführung von Arbeiten im Spezialtiefbau - Schlitzwände&amp;quot; empfiehlt aufgrund des positiven Einflusses auf die [[Verarbeitbarkeit]], [[Hydratationswärme|Hydratationswärmeentwicklung]], [[Dauerhaftigkeit]] und [[Wasserabsonderung|Wasserabsondern]] die Verwendung von [[Portlandkompositzement|CEM II]]- oder [[Hochofenzement|CEM III]]-Zement bzw. - bei Verwendung von [[Portlandzement]] CEM I - den Ersatz von Zement durch Typ-II-[[Zusatzstoffe]] (z. B. [[Flugasche]]).&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Bedarf werden auch Schlitzwände einfach oder mehrfach mit [[Verpressanker|Verpressankern]] horizontal gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/1-3-2014-43.html Hemrich, Wolfgang; Mellwitz, Roland; Arndt, Thomas: Frischbetonuntersuchungen an „weichen Betonen“ für den Spezialtiefbau. In: Beton-Informationen 3/2014, S. 43f]&lt;br /&gt;
*[https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-11-2001-610.html Brameshuber, Wolfgang; Hohberg, Inga; Uebachs, Stephan: Umweltverträglichkeit von Frischbeton unter praxisnahen Randbedingungen. In: beton 11/2001 S. 610f.]&lt;br /&gt;
*[https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/1-6-1991-63.html Waaser, Erich; Erdmann, Jörg: Schlitzwandbauweise bewährte sich. In: Beton-Informationen 6/1991 S. 63 f.]&lt;br /&gt;
*[http://Ruppert,%20Franz-Reinhard;%20Meseck,%20Holger:%20Schlitzwandtechnologie.%20In:%20Beton‑Informationen%202/1981,%20Seite%2015f Ruppert, Franz-Reinhard; Meseck, Holger: Schlitzwandtechnologie. In: Beton‑Informationen 2/1981, Seite 15f]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Tiefbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Bentonit&amp;diff=12743</id>
		<title>Bentonit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Bentonit&amp;diff=12743"/>
		<updated>2024-06-28T11:02:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bentonit ist ein natürlich vorkommender oder künstlich aus Natrium- oder Kalzium-Montmorillonit hergestellter, stark quellfähiger [[Ton]], der aufgrund seiner [[Thixotropie|thixotropen Eigenschaften]] eingesetzt wird. Bentonit findet Anwendung bei der Herstellung von [[Schlitzwand|Schlitz-]] und Dichtungswänden, [[Bohrpfahl|Bohrpfählen]], Schachtabsenkungen und Senkkästen. Werden größere Festigkeiten der [[Suspension]] verlangt, so kann [[Zement]] in Mengen von 100 und 200 kg/m³ zugemischt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Tiefbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=SE-Zement&amp;diff=12742</id>
		<title>SE-Zement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=SE-Zement&amp;diff=12742"/>
		<updated>2024-06-19T14:00:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schnellerstarrende [[Zement|Zemente]] (SE-Zemente) werden auch als Spritzbetonzemente bezeichnet. Sie müssen den allgemeinen Anforderungen aus DIN EN 197-1 bzw. DIN EN 197-5 und bezüglich Erstarrungsbeginn den Anforderungen aus DIN 1164-11 Tabelle 1 entsprechen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese [[Sonderzemente]] mit schnellem Erstarren nach DIN 1164-11 weisen einen [[Erstarren|Erstarrungsbeginn]] ≤ 45 Minuten auf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Herstellung der Probekörper für die Prüfung der Festigkeit und für die Prüfung des Erstarrens und der [[Raumbeständigkeit]] gelten für SE-Zemente abweichend von DIN EN 197-1 die im Anhang A der DIN 1164-11 festgelegten Verfahren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
SE-Zemente sind für die normale [[Betonherstellung]] nicht geeignet, ermöglichen aber eine sachgerechte Herstellung von Beton mit besonderen Herstellverfahren wie z. B. das [[Trockenspritzverfahren]] oder bei Verwendung von [[Betonzusatzmittel|Zusatzmitteln]]. SE-Zemente ermöglichen z. B. [[Spritzbeton|Spritzbetone]], die ohne [[Beschleuniger]] auskommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bezeichnung: Ein [[Portlandzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit üblicher Anfangsfestigkeit (N), hohem [[Sulfattreiben|Sulfatwiderstand]] (SR) und schnellerstarrend (SE) wird wie folgt bezeichnet:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement DIN1164–CEM I 32,5N–SR/SE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verkürzten Erstarrungszeiten werden durch Modifikationen bei der [[Zementherstellung]] bewirkt. Das [[Erstarren]] eines Zements wird im Normalfall durch Zugabe eines [[Sulfate|Sulfatträgers]] ([[Gips]], [[Anhydrit]]) beim Mahlen des [[Zementklinker|Zementklinkers]] gesteuert. Sulfatfreie Pasten aus gemahlenem [[Zementklinker]] erstarren im Allgemeinen schon nach spätestens zehn Minuten. Demgegenüber beginnt das Erstarren in sulfathaltigen Pasten aus dem gleichen Klinker im Allgemeinen erst nach zwei bis drei Stunden. Für jeden Zement gibt es je nach Reaktionsfähigkeit des [[Tricalciumaluminat]] (C3A) einen bestimmten [[Calciumsulfat|Calciumsulfatzusatz]], der das Erstarren optimal verzögert. Zemente mit verkürztem Erstarren, die sogenannten Spritzbetonzemente, sind [[Portlandzement|Portlandzemente]] mit vermindertem Gehalt an Calciumsulfat, gegebenenfalls mit Zusatz geringer Mengen an [[Beschleuniger|Beschleunigern]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch: ==&lt;br /&gt;
*[[Zementarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
*Scheydt, Jennifer; Felsch, Klaus; Beer, Werner: Entwicklung und Anwendung reaktiver Spritzbetonzemente. In: tunnel 04/2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Wasserr%C3%BCckhalteverm%C3%B6gen&amp;diff=12741</id>
		<title>Wasserrückhaltevermögen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Wasserr%C3%BCckhalteverm%C3%B6gen&amp;diff=12741"/>
		<updated>2024-06-18T15:34:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Eigenschaft von Feststoffpartikeln, das bei der Mörtel- bzw. Betonherstellung zugegebene [[Anmachwasser]] zurückzuhalten bzw. festzuhalten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In [[Frischbeton]] entweicht das Wasser zuerst aus den groben [[Poren]]. Je feiner die Poren im Gemisch sind, desto besser können [[Kapillarkräfte]] und Adsorptionskräfte das Wasser halten. Das so zurückgehaltene Wasser bildet dünne Wasserfilme um die Feststoffpartikel. Je feiner ein Stoff ist, desto höher ist die [[spezifische Oberfläche]], die benetzt werden kann bzw. muss. Gemische mit einem hohen [[Mehlkorngehalt]] haben demgemäß eine höheres Wasserrückhaltevermögen als Gemische mit geringerem Mehlkorngehalt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein hohes Wasserrückhaltevermögen wirkt sich auf die Neigung zur [[Wasserabsonderung]] eines [[Frischbeton|Frischbetons]] aus.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Wasserbindemittelwert&amp;diff=12740</id>
		<title>Wasserbindemittelwert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Wasserbindemittelwert&amp;diff=12740"/>
		<updated>2024-06-18T10:52:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: Weiterleitung nach Wasserzementwert erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Wasserzementwert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=W/Z-Wert&amp;diff=12739</id>
		<title>W/Z-Wert</title>
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		<updated>2024-06-18T10:52:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: Weiterleitung nach Wasserzementwert erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Wasserzementwert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Wasserzementwert&amp;diff=12737</id>
		<title>Wasserzementwert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Wasserzementwert&amp;diff=12737"/>
		<updated>2024-06-18T10:47:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:wz_wert.jpg|mini|gerahmt|Frisch- und Festbetoneigenschaften in Abhängigkeit vom Wasserzementwert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:HydratationWZ.jpg|mini|gerahmt|Schematische Darstellung der Erhärtung von Zementen bei verschiedenen w/z-Werten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PorenNachbeh26.jpg|mini|gerahmt|Kapillarporosität von Betonen bei unterschiedlicher Nachbehandlung in Abhängigkeit vom Wasserzementwert]]&lt;br /&gt;
Das Massenverhältnis von [[wirksamer Wassergehalt|wirksamem Wassergehalt]] (w) und [[Zementgehalt]] (z) wird als Wasserzementwert (w/z-Wert) bezeichnet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Abrams, Duff Andrew|Abrams]] wies 1918 erstmals die ausschlaggebende Bedeutung des Wasserzementwerts für die [[Porosität]] im [[Zementstein]] und damit für die Dichtigkeit und Festigkeit von Beton nach.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Zement]] bindet chemisch und physikalisch nur etwa 40 % seiner Masse an Wasser ([[Hydratation]]). Das entspricht einem Wasserzementwert von 0,40. Das darüber hinausgehende Wasser ([[Überschusswasser]]) hinterlässt im [[Zementstein]] [[Kapillarporen]]. Je größer der Wasserzementwert wird, umso geringer sind Dichtigkeit ([[Permeabilität]], [[Wasserundurchlässigkeit]]) und [[Druckfestigkeit|Festigkeit]] des Betons. Günstig sind Wasserzementwerte zwischen 0,40 und 0,60. Die Erkenntnisse beruhen weitgehend auf Untersuchungen von [[Powers, Treval Clifford|T. C. Powers]]. Die [[Walz-Kurven]] veranschaulichen den Zusammenhang zwischen Beton-Würfeldruckfestigkeit, dem Wasserzementwert und der Normdruckfestigkeit des Zements.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Gewährleistung des [[Passiver Korrosionsschutz|Korrosionsschutzes]] der [[Bewehrung]] bei [[Stahlbeton]], bei Betonen für Außenbauteile und für besondere Eigenschaften sind höchstzulässige Wasserzementwerte durch Normen vorgeschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der äquivalente Wasserzementwert (w/z)&amp;lt;sub&amp;gt;eq&amp;lt;/sub&amp;gt; bezeichnet das Masseverhältnis von [[wirksamer Wassergehalt|wirksamem Wassergehalt]] zu [[Zementgehalt]] und anrechenbaren [[Betonzusatzstoffe|Zusatzstoffgehalten]]. Der äquivalente Wasserzementwert wird umgangssprachlich auch als Wasserbindemittelwert (w/b) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B4.pdf Zement-Merkblatt B4: Frischbeton - Eigenschaften und Prüfungen]&lt;br /&gt;
*[http://fwbau.verlagbt2.de.w014576d.kasserver.com/eintrag/beton-11-1970-499.html Walz, Kurt: Beziehung zwischen Wasserzementwert, Normfestigkeit des Zements (DIN 1164, Juni 1970) und Betondruckfestigkeit. In beton 11-1970, S. 499]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Festigkeitsentwicklung&amp;diff=12736</id>
		<title>Festigkeitsentwicklung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Festigkeitsentwicklung&amp;diff=12736"/>
		<updated>2024-06-18T10:15:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:FestigkeitsentwZement18.jpg|mini|gerahmt|Bild 1: Entwicklung der Druckfestigkeit von Mörtelprismen mit verschiedenen Zementarten und -festigkeitsklassen über den Zeitraum von drei Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Festigkeitsentwicklung.jpg|mini|gerahmt|Bild 2: Festigkeitsentwicklung von Betonen mit verschiedenen Wasserzementwerten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FestigkeitsentwBeton Anhaltswerte.jpg|mini|Tabelle 1: Anhaltswerte für die Festigkeitsentwicklung von Beton.]]&lt;br /&gt;
Die Festigkeitsentwicklungen des [[Zement|Zements]] (Bild 1) und des Betons (Bild 2) sind abhängig vom Alter, vom [[Wasserzementwert]], von der [[Zementarten|Zementart]], der [[Zementfestigkeitsklassen|Zementfestigkeitsklasse]] und den Lagerungsbedingungen (Temperatur und Feuchtigkeit). Sie nimmt anfangs schneller, später immer langsamer werdend bis zur vollständigen [[Hydratation]] zu. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Einflüsse wirken sich besonders stark auf die [[Anfangsfestigkeit|Anfangserhärtung]] in den ersten Tagen aus. Niedriger [[Wasserzementwert]] und höhere [[Zementfestigkeitsklassen|Zementfestigkeit]] bringen eine schnellere Festigkeitsentwicklung. Ebenso wird sie durch höhere Temperatur beschleunigt. Voraussetzung für eine ungestörte Festigkeitsentwicklung ist eine ausreichende Feuchtigkeit des Betons.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund der ausgeprägten [[Nacherhärten|Nacherhärtung]] von [[Hochofenzement|Hochofenzementen]] CEM III liegt die Druckfestigkeit des Mörtels mit solch einem Zement nach rd. einem Jahr über den Druckfestigkeiten der Mörtel mit anderen Zementarten und -festigkeitsklassen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anhaltswerte für die Festigkeitsentwicklung von Beton gibt die neben stehende Tabelle 1 an.&lt;br /&gt;
Betone werden entsprechend des Festigkeitsentwicklung in sehr langsam, langsam, mittel oder schnell eingestuft. Maßgeblich ist dabei das Verhältnis der 2-Tage-Druckfestigkeit zur 28-Tage-Druckfestigkeit: r = f&amp;lt;sub&amp;gt;cm2&amp;lt;/sub&amp;gt; / f&amp;lt;sub&amp;gt;cm28&amp;lt;/sub&amp;gt;. Der r-Wert ist entweder bei der Erstprüfung im Betonwerk oder aus bekanntem Verhältnis von Betonen vergleichbarer Zusammensetzung (gleicher Zement, gleicher Wasserzementwert) festzustellen. Der Planer muss die bei der Planung gewählte Festigkeitsentwicklung im Leistungsverzeichnis angeben. Der Lieferschein des Betonherstellers muss die Festigkeitsentwicklung angeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tabelle 2: Einteilung der Beton gemäß ihrer Festigkeitsentwicklung&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit r = f&amp;lt;sub&amp;gt;cm2&amp;lt;/sub&amp;gt; / f&amp;lt;sub&amp;gt;cm28&amp;lt;/sub&amp;gt; (s. DIN 1045-3 Tabelle 5.NA)&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| schnell || mittel || langsam || sehr langsam&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| r ≥ 0,50 || r ≥ 0,30 || r ≥ 0,15 || r &amp;lt; 0,15&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=%C3%9Cbereinstimmungszeichen&amp;diff=12735</id>
		<title>Übereinstimmungszeichen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=%C3%9Cbereinstimmungszeichen&amp;diff=12735"/>
		<updated>2024-06-04T15:33:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:UE_Zeichen.jpg|mini|gerahmt|&amp;lt;small&amp;gt;Übereinstimmungs-zeichen des Bund Güteschutz Beton- und Stahlbeton-fertigteile e.V.&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Das Kennzeichnung eines Bauprodukts mit dem Übereinstimmungszeichen (Ü-Zeichen) zeigt an, dass der Hersteller erklärt, dass sein Produkt mit den zugrundeliegenden technischen Regeln übereinstimmt ([[Übereinstimmungsnachweis]]).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Übereinstimmungszeichen muss der Länderverordnung über das Übereinstimmungszeichen entsprechen. Basis ist die Muster-Übereinstimmungszeichen-Verordnung (MÜZVO) der Fachkommission Bautechnik der Bauministerkonferenz. In dem Ü enthalten sein muss der Name des Herstellers/Herstellwerks, die Grundlage der Übereinstimmungsbestätigung (z. B. die entsprechende eingeführte technische Baubestimmung) und ggf. die Bezeichnung oder das Bildzeichen der Zertifizierungsstelle.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für Bauprodukte gemäß harmonisierten europäischen Normen gilt die [[CE-Kennzeichnung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Überwachungsgemeinschaft]]&lt;br /&gt;
*[[Gütezeichen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Baustoffprüfung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12734</id>
		<title>Zementarten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12734"/>
		<updated>2024-06-04T14:59:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zement]] besteht aus Hauptbestandteilen, Nebenbestandteilen und Zusätzen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;Hauptbestandteile&#039;&#039; werden ausgewählte [[anorganische Stoffe]] bezeichnet, deren Massenanteil mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nebenbestandteile&#039;&#039; sind ausgewählte [[anorganische Stoffe]], deren Massenanteil nicht mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. Diese Stoffe können aus der Klinkerherstellung stammen oder in DIN EN 197-1 definierte Hauptbestandteile sein, sofern sie nicht bereits als Hauptbestandteile im Zement enthalten sind. Zweck der&lt;br /&gt;
Nebenbestandteile ist eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften von Zement (z. B. Verarbeitbarkeit oder Wasserrückhaltevermögen) durch Optimierung der Korngrößenverteilung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zusätze&#039;&#039; gemäß DIN EN 197-1 werden zugegeben, um die Herstellung oder die Eigenschaften von Zement zu verbessern. Dabei darf die  Gesamtmenge der Zusätze einen Massenanteil von 1,0 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten. Die Menge an organischen Zusätzen im Trockenzustand darf einen Massenanteil von 0,2 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So werden dem Zement z. B. Sulfatträger (meist ein Gemisch aus [[Gips]] und natürlichem [[Anhydrit]]) als [[Erstarren|Erstarrungsregler]] zugegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der verwendeten Hauptbestandteile unterteilt DIN EN 197-1 [[Zement]] in fünf Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
# Portlandzement CEM I&lt;br /&gt;
# Portlandkompositzemente CEM II&lt;br /&gt;
# Hochofenzement CEM III&lt;br /&gt;
# Puzzolanzement CEM IV&lt;br /&gt;
# Kompositzement CEM V&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 14216 unterteilt weitere Zemente mit sehr niedriger Hydratationswärme in die Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
* Hochofenzement VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Hauptzementarten untergliedern sich entsprechend ihrer Hauptbestandteile in die Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216:&lt;br /&gt;
* [[Portlandzement]] CEM I&lt;br /&gt;
* [[Portlandhüttenzement]] CEM II/-S&lt;br /&gt;
* Portlandsilicastaubzement CEM II/-D&lt;br /&gt;
* Portlandpuzzolanzement CEM II/-P und CEM II/-Q&lt;br /&gt;
* [[Portlandflugaschezement]] CEM II/-V und CEM II/-W&lt;br /&gt;
* [[Portlandschieferzement]] CEM II/-T&lt;br /&gt;
* [[Portlandkalksteinzement]] CEM II/-L und CEM II/-LL&lt;br /&gt;
* [[Portlandkompositzement]] CEM II/-M&lt;br /&gt;
* [[Hochofenzement]] CEM III / VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement CEM IV / VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement CEM V / VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile und ihre Kurzzeichen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] (K)&lt;br /&gt;
* [[Hüttensand]] (S)&lt;br /&gt;
* [[Puzzolane]] (P, Q)&lt;br /&gt;
* [[Flugasche]]n (V, W)&lt;br /&gt;
* [[Ölschiefer|Gebrannter Schiefer]] (T)&lt;br /&gt;
* [[Kalkstein]] (L, LL)&lt;br /&gt;
* [[Silikastaub]] (D)&lt;br /&gt;
* [[Recyclingmehl]] (F)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle in nebenstehender Tabelle aufgeführten Zementarten nach DIN EN 197-1 enthalten als Hauptbestandteil zwischen 5 und 100 M.-% [[Zementklinker]] und zwischen 0 und 5 M.-% Nebenbestandteile. Die angegebenen M.-% beziehen sich immer auf die Summe aller Haupt- und Nebenbestandteile. Im Sinne der Reduzierung der [[Kohlendioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Emissionen bei der Zementherstellung ([[Dekarbonisierung von Zement und Beton]]) werden Zemente mit geringem Anteil an Portlandzementklinker und gleicher Leistungsfähigkeit bevorzugt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennbuchstaben L, N und R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit niedriger [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein L (= low) (nur für Hochofenzemente nach DIN EN 197-1).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit normaler, üblicher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein N (= normal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit hoher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein R (= rapid).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zemente mit besonderen Eigenschaften&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die sogenannten Normalzemente sind in DIN EN 197-1 zu finden. Für die über die DIN EN 197-1 hinausgehenden Anforderungen an [[Sonderzemente]] mit zusätzlichen oder besonderen Eigenschaften gelten andere Regelwerke (mit).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]] erhalten zusätzlich die folgenden Kennbuchstaben:&lt;br /&gt;
* Zement mit niedriger [[Hydratationswärme]]: LH (= low heat; [[LH-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
* Zement mit sehr niedriger [[Hydratationswärme]]: VLH (= very low heat; [[VLH-Zement]] gemäß DIN EN 14216)&lt;br /&gt;
* Zement mit hohem Sulfatwiderstand: SR (= sulfate resisting; [[SR-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
Zemente mit der besonderen Eigenschaft &amp;quot;niedriger wirksamer [[Alkaligehalt des Zements|Alkaligehalt]]&amp;quot; entsprechen den Anforderungen der DIN EN 197-1 und darüber hinaus Anforderungen der DIN 1164-10. Für diese Zemente existiert keine besondere Normbezeichnung. Die Normbezeichnungen werden i. d. R. mit (na) für &amp;quot;niedriger wirksamer Alkaligehalt&amp;quot; ergänzt und im Sprachgebrauch auch [[NA-Zement]] genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die folgenden Zemente mit besonderen Eigenschaften erhalten keine besondere Normbezeichnung:&lt;br /&gt;
* [[Fahrbahndeckenzement]] gemäß TL Beton-StB, &lt;br /&gt;
* [[Weißzement]] und &lt;br /&gt;
* [[Hydrophobierte Zemente]]/wasserabstoßende Zemente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es noch weitere Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]]:&lt;br /&gt;
*Zemente mit verkürztem Erstarren gemäß DIN 1164-11 &lt;br /&gt;
**Zemente mit frühem Erstarren ([[FE-Zement]])&lt;br /&gt;
**Schnellerstarrende Zemente ([[SE-Zement]])&lt;br /&gt;
*Zemente mit erhöhtem Anteil organischer Bestandteile; [[HO-Zement]]) gemäß DIN 1164-12 (die Norm wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennzeichnung von Zementen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für eine eindeutige Zuordnung eines Normalzements sind die Angabe der Zementart, der Normbezug, die Kurzzeichen der Zementart und weiterer neben Portlandzementklinker im Zement vorhandener Hauptbestandteile sowie die Festigkeitsklasse mit dem Hinweis auf die Anfangsfestigkeit vorgeschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: Portlandzement der Festigkeitsklasse 42,5 mit hoher Anfangsfestigkeit:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement EN 197-1 – CEM I 42,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Portlandkalksteinzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit hoher Anfangsfestigkeit und 6 bis 20 M.-% Kalkstein (Gesamtanteil an organischem Kohlenstoff ≤ 0,20 M.-%):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Portlandkalksteinzement]] EN 197-1 – CEM II/A-LL 32,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Hochofenzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit niedriger Anfangsfestigkeit und 66 bis 80 M.-% [[Hüttensand]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochofenzement EN 197-1 – CEM III/B 32,5 L&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Portlandkompositzement CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der im Juli 2021 erschienenen DIN EN 197-5 &amp;quot;Zement - Teil 5: [[Portlandkompositzement]] CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&amp;quot; werden weitere Zementarten jenseits DIN EN 197-1 genormt, die aber vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden dürfen. In der (bauordnungsrechtlich noch nicht verbindlichen) DIN 1045-2:2023-08 wird im Absatz 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; ein Zement nach DIN EN 197-5 allerdings als &amp;quot;geeignet&amp;quot; bezeichnet. Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ZementartenEN197-5.jpg|none|700 px|Zementarten nach DIN EN 197-5:2021-07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Zement mit rezyklierten Baustoffen]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der im Dezember 2023 erschienenen DIN EN 197-6 &amp;quot;Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen&amp;quot; wird Zement mit [[Recyclingmehl|Betonrecyclingmehl]] definiert. Diese Zemente werden als CEM II-Zemente (Portland-Recyclingmehlzement / Portlandkompositzement) bezeichnet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Bei DIN EN 197-6 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet. ln Deutschland benötigen entsprechende Zemente daher für den Einsatz in Beton eine [[Zulassung, bauaufsichtliche|allgemeine bauaufsichtliche Zulassung]] (abZ). Zur Kennzeichnung ist in Deutschland das [[Übereinstimmungszeichen|Ü-Zeichen]] zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Spezialzemente]]&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Zement]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12733</id>
		<title>Zement mit rezyklierten Baustoffen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12733"/>
		<updated>2024-06-04T14:58:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Zementarten|Zementart]] nach DIN EN 197-6&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die DIN EN 197-6 „Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen“ behandelt Zemente mit sogenanntem [[Recyclingmehl]] für die Herstellung von [[Beton]], [[Mörtel]], [[Einpressmörtel]]. Zurzeit sind in der EN 197-6 nur Feinanteile aus dem Betonrecycling (Recyclingmehl) mit einem Anteil bis zu 35 M.-% als neuer Zementhauptbestandteil (Kurzzeichen F für &amp;quot;Concrete Fines&amp;quot;) vorgesehen. Dieses Recyclingmehl im Sinne der Norm ist ein speziell ausgewähltes und aufbereitetes mineralisches Material, das aus Anlagen stammt, die [[rezyklierte Gesteinskörnung|rezyklierte Gesteinskörnungen]] und/oder Sand für Beton herstellen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] und dem Recyclingmehl darf maximal ein weiterer Hauptbestandteil eingesetzt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die damit hergestellten CEM II-Zemente tragen die Produktnamen Portland-Recyclingmehlzement (CEM II/A-F) und [[Portlandkompositzement]] (CEM II/A-M, CEM II/B-M oder CEM II/C-M, dahinter mit den Kurzzeichen der beiden verwendeten weiteren Hauptbestandteile in Klammern). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Bei DIN EN 197-6 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet. ln Deutschland benötigen entsprechende Zemente daher für den Einsatz in Beton eine [[Zulassung, bauaufsichtliche|allgemeine bauaufsichtliche Zulassung]] (abZ). Zur Kennzeichnung ist in Deutschland das [[Übereinstimmungszeichen|Ü-Zeichen]] zu verwenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Zementarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Portlandkompositzement&amp;diff=12732</id>
		<title>Portlandkompositzement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Portlandkompositzement&amp;diff=12732"/>
		<updated>2024-06-04T14:56:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zementarten|Zementart]] nach DIN EN 197-1 und DIN EN 197-5&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandkompositzemente CEM II/A-M und CEM II/B-M nach DIN EN 197-1 bestehen aus den Hauptbestandteilen [[Zementklinker]] (K) (mindestens 65 M.-%) sowie [[Hüttensand]] (S), [[Puzzolane|Puzzolan]] (P, Q), [[Flugasche]] (V, W), [[Ölschiefer|gebrannter Schiefer]] (T) und/oder [[Kalkstein]] (L, LL) sowie bis zu 5 M.-% anderen Nebenbestandteilen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund seines im Vergleich mit [[Portlandzement]] CEM I geringeren Anteils an [[Zementklinker]] spielt er eine wichtige Rolle bei der [[Dekarbonisierung von Zement und Beton]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach [2] können Portlandkompositzemente mit Hüttensand und Kalkstein (CEM II/B-M (S-LL)) nach den durchgeführten Untersuchungen in Beton für alle Expositionsklassen bezüglich carbonatisierungs- und chloridinduzierter Bewehrungskorrosion sowie Frostangriff mit und ohne Taumittel eingesetzt werden. Belegt wird das auch durch Einsätze in der Praxis [3].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandkompositzemente CEM II/C-M nach DIN EN 197-5 enthalten mindestens 50 % Zementklinker (K) sowie [[Hüttensand]] (S), natürliches [[Puzzolane|Puzzolan]] (P), kieselsäurereiche [[Flugasche]] (V), [[Ölschiefer|gebrannter Schiefer]] (T) und/oder [[Kalkstein]] (L, LL) sowie bis zu 5 M.-% anderer Nebenbestandteile. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Zemente nach DIN EN 197-5 dürfen vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden. In der (bauordnungsrechtlich noch nicht verbindlichen) DIN 1045-2:2023-08 wird im Absatz 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; ein Zement nach DIN EN 197-5 allerdings als &amp;quot;geeignet&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[1] [http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[2] Müller, Christoph; Lang, Eberhard: Dauerhaftigkeit von Beton mit Portlandkalkstein- und Portlandkompositzementen CEM II-M (S-LL). In: [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-3-2005-131.html beton 3/2005, Seite 131f] und [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-4-2005-197.html beton 4/2005, Seite 197f] und [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-5-2005-266.html beton 5/2005, S. 266f]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[3] [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/beton-4-2019-116.html Rothenbacher, Werner; Zimmermann, Heiko: CEM II-M-Zemente für nachhaltige Brückenbauwerke – (k)ein Widerspruch. In: beton 4/2019, Seite 116f]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[4] [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/3-604-2014-.html Schulze, Simone Elisabeth: Zur Reaktivität von Steinkohlenflugaschen und ihrer Rolle bei der Hydratation flugaschehaltiger Zemente. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12731</id>
		<title>Zementarten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12731"/>
		<updated>2024-06-04T14:54:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zement]] besteht aus Hauptbestandteilen, Nebenbestandteilen und Zusätzen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;Hauptbestandteile&#039;&#039; werden ausgewählte [[anorganische Stoffe]] bezeichnet, deren Massenanteil mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nebenbestandteile&#039;&#039; sind ausgewählte [[anorganische Stoffe]], deren Massenanteil nicht mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. Diese Stoffe können aus der Klinkerherstellung stammen oder in DIN EN 197-1 definierte Hauptbestandteile sein, sofern sie nicht bereits als Hauptbestandteile im Zement enthalten sind. Zweck der&lt;br /&gt;
Nebenbestandteile ist eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften von Zement (z. B. Verarbeitbarkeit oder Wasserrückhaltevermögen) durch Optimierung der Korngrößenverteilung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zusätze&#039;&#039; gemäß DIN EN 197-1 werden zugegeben, um die Herstellung oder die Eigenschaften von Zement zu verbessern. Dabei darf die  Gesamtmenge der Zusätze einen Massenanteil von 1,0 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten. Die Menge an organischen Zusätzen im Trockenzustand darf einen Massenanteil von 0,2 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So werden dem Zement z. B. Sulfatträger (meist ein Gemisch aus [[Gips]] und natürlichem [[Anhydrit]]) als [[Erstarren|Erstarrungsregler]] zugegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der verwendeten Hauptbestandteile unterteilt DIN EN 197-1 [[Zement]] in fünf Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
# Portlandzement CEM I&lt;br /&gt;
# Portlandkompositzemente CEM II&lt;br /&gt;
# Hochofenzement CEM III&lt;br /&gt;
# Puzzolanzement CEM IV&lt;br /&gt;
# Kompositzement CEM V&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 14216 unterteilt weitere Zemente mit sehr niedriger Hydratationswärme in die Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
* Hochofenzement VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Hauptzementarten untergliedern sich entsprechend ihrer Hauptbestandteile in die Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216:&lt;br /&gt;
* [[Portlandzement]] CEM I&lt;br /&gt;
* [[Portlandhüttenzement]] CEM II/-S&lt;br /&gt;
* Portlandsilicastaubzement CEM II/-D&lt;br /&gt;
* Portlandpuzzolanzement CEM II/-P und CEM II/-Q&lt;br /&gt;
* [[Portlandflugaschezement]] CEM II/-V und CEM II/-W&lt;br /&gt;
* [[Portlandschieferzement]] CEM II/-T&lt;br /&gt;
* [[Portlandkalksteinzement]] CEM II/-L und CEM II/-LL&lt;br /&gt;
* [[Portlandkompositzement]] CEM II/-M&lt;br /&gt;
* [[Hochofenzement]] CEM III / VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement CEM IV / VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement CEM V / VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile und ihre Kurzzeichen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] (K)&lt;br /&gt;
* [[Hüttensand]] (S)&lt;br /&gt;
* [[Puzzolane]] (P, Q)&lt;br /&gt;
* [[Flugasche]]n (V, W)&lt;br /&gt;
* [[Ölschiefer|Gebrannter Schiefer]] (T)&lt;br /&gt;
* [[Kalkstein]] (L, LL)&lt;br /&gt;
* [[Silikastaub]] (D)&lt;br /&gt;
* [[Recyclingmehl]] (F)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle in nebenstehender Tabelle aufgeführten Zementarten nach DIN EN 197-1 enthalten als Hauptbestandteil zwischen 5 und 100 M.-% [[Zementklinker]] und zwischen 0 und 5 M.-% Nebenbestandteile. Die angegebenen M.-% beziehen sich immer auf die Summe aller Haupt- und Nebenbestandteile. Im Sinne der Reduzierung der [[Kohlendioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Emissionen bei der Zementherstellung ([[Dekarbonisierung von Zement und Beton]]) werden Zemente mit geringem Anteil an Portlandzementklinker und gleicher Leistungsfähigkeit bevorzugt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennbuchstaben L, N und R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit niedriger [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein L (= low) (nur für Hochofenzemente nach DIN EN 197-1).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit normaler, üblicher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein N (= normal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit hoher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein R (= rapid).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zemente mit besonderen Eigenschaften&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die sogenannten Normalzemente sind in DIN EN 197-1 zu finden. Für die über die DIN EN 197-1 hinausgehenden Anforderungen an [[Sonderzemente]] mit zusätzlichen oder besonderen Eigenschaften gelten andere Regelwerke (mit).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]] erhalten zusätzlich die folgenden Kennbuchstaben:&lt;br /&gt;
* Zement mit niedriger [[Hydratationswärme]]: LH (= low heat; [[LH-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
* Zement mit sehr niedriger [[Hydratationswärme]]: VLH (= very low heat; [[VLH-Zement]] gemäß DIN EN 14216)&lt;br /&gt;
* Zement mit hohem Sulfatwiderstand: SR (= sulfate resisting; [[SR-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
Zemente mit der besonderen Eigenschaft &amp;quot;niedriger wirksamer [[Alkaligehalt des Zements|Alkaligehalt]]&amp;quot; entsprechen den Anforderungen der DIN EN 197-1 und darüber hinaus Anforderungen der DIN 1164-10. Für diese Zemente existiert keine besondere Normbezeichnung. Die Normbezeichnungen werden i. d. R. mit (na) für &amp;quot;niedriger wirksamer Alkaligehalt&amp;quot; ergänzt und im Sprachgebrauch auch [[NA-Zement]] genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die folgenden Zemente mit besonderen Eigenschaften erhalten keine besondere Normbezeichnung:&lt;br /&gt;
* [[Fahrbahndeckenzement]] gemäß TL Beton-StB, &lt;br /&gt;
* [[Weißzement]] und &lt;br /&gt;
* [[Hydrophobierte Zemente]]/wasserabstoßende Zemente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es noch weitere Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]]:&lt;br /&gt;
*Zemente mit verkürztem Erstarren gemäß DIN 1164-11 &lt;br /&gt;
**Zemente mit frühem Erstarren ([[FE-Zement]])&lt;br /&gt;
**Schnellerstarrende Zemente ([[SE-Zement]])&lt;br /&gt;
*Zemente mit erhöhtem Anteil organischer Bestandteile; [[HO-Zement]]) gemäß DIN 1164-12 (die Norm wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennzeichnung von Zementen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für eine eindeutige Zuordnung eines Normalzements sind die Angabe der Zementart, der Normbezug, die Kurzzeichen der Zementart und weiterer neben Portlandzementklinker im Zement vorhandener Hauptbestandteile sowie die Festigkeitsklasse mit dem Hinweis auf die Anfangsfestigkeit vorgeschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: Portlandzement der Festigkeitsklasse 42,5 mit hoher Anfangsfestigkeit:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement EN 197-1 – CEM I 42,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Portlandkalksteinzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit hoher Anfangsfestigkeit und 6 bis 20 M.-% Kalkstein (Gesamtanteil an organischem Kohlenstoff ≤ 0,20 M.-%):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Portlandkalksteinzement]] EN 197-1 – CEM II/A-LL 32,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Hochofenzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit niedriger Anfangsfestigkeit und 66 bis 80 M.-% [[Hüttensand]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochofenzement EN 197-1 – CEM III/B 32,5 L&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Portlandkompositzement CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der im Juli 2021 erschienenen DIN EN 197-5 &amp;quot;Zement - Teil 5: [[Portlandkompositzement]] CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&amp;quot; werden weitere Zementarten jenseits DIN EN 197-1 genormt, die aber vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden dürfen. Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ZementartenEN197-5.jpg|none|700 px|Zementarten nach DIN EN 197-5:2021-07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Zement mit rezyklierten Baustoffen]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der im Dezember 2023 erschienenen DIN EN 197-6 &amp;quot;Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen&amp;quot; wird Zement mit [[Recyclingmehl|Betonrecyclingmehl]] definiert. Diese Zemente werden als CEM II-Zemente (Portland-Recyclingmehlzement / Portlandkompositzement) bezeichnet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Bei DIN EN 197-6 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet. ln Deutschland benötigen entsprechende Zemente daher für den Einsatz in Beton eine [[Zulassung, bauaufsichtliche|allgemeine bauaufsichtliche Zulassung]] (abZ). Zur Kennzeichnung ist in Deutschland das [[Übereinstimmungszeichen|Ü-Zeichen]] zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Spezialzemente]]&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Zement]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zulassung,_bauaufsichtliche&amp;diff=12730</id>
		<title>Zulassung, bauaufsichtliche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zulassung,_bauaufsichtliche&amp;diff=12730"/>
		<updated>2024-06-04T14:53:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Neue Baustoffe, Bauteile und Bauarten, die noch nicht allgemein gebräuchlich und bewährt sind, dürfen nur verwendet werden, wenn ihre Brauchbarkeit für den Verwendungszweck nachgewiesen ist. Dieser besondere Nachweis erfolgt im Bundesgebiet einheitlich durch eine sogenannten Bauaufsichtliche Zulassung bzw. allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zement&amp;diff=12729</id>
		<title>Zement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zement&amp;diff=12729"/>
		<updated>2024-06-04T14:34:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1. Feingemahlenes [[Hydraulische Bindemittel|hydraulisches Bindemittel]] für [[Mörtel]] und [[Beton]], das je nach [[Zementarten|Zementart]] aus mehreren Hauptbestandteilen bestehen kann. Ein Hauptbestandteil ist immer [[Zementklinker]]. Für Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 gelten Zemente nach DIN EN 197-1, DIN EN 197-4, DIN 1164-10, DIN 1164-11, DIN 1164-12¹ und nach DIN EN 14216 als geeignet. Für Beton nach DIN 1045-2:2023-08 (derzeit noch nicht bauordnungsrechtlich verbindlich) gelten Zemente nach DIN EN 197-1, DIN EN 197-5, DIN 1164-10, DIN 1164-11, DIN 1164-12¹ und nach DIN EN 14216 als geeignet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zement erhärtet mit Wasser angemacht durch [[Hydratation]] sowohl an der Luft als auch unter Wasser und bleibt auch unter Wasser fest; er muss [[Raumbeständigkeit|raumbeständig]] sein.&amp;lt;br&amp;gt;Durch die Höhe seiner [[Druckfestigkeit]] unterscheidet sich Zement von anderen hydraulischen Bindemitteln, z. B. von hydraulisch erhärtenden [[Kalk]]en und von [[Putz- und Mauerbinder]]n. Die [[Zementprüfungen|Prüfungen des Zements]] sind in DIN EN 196 beschrieben. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 197-1 unterteilt Zement je nach Zusammensetzung in fünf [[Zementarten|Hauptzementarten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Der Begriff Zement wird umgangssprachlich gelegentlich noch als Bezeichnung für zementgebundene [[Mörtel]], [[Estrich]]e usw. benutzt. Dies war früher auch in der Fachwelt üblich, wie ältere Publikationen zeigen. Der Begriff [[Asbestzement]] ist ein Beispiel dafür. Heute steht Zement nur für das [[Bindemittel]]. Zur Vermeidung von Missverständnissen wird bei Beton- oder Mörtelprodukten ggf. der Begriff &amp;quot;zementgebunden&amp;quot; hinzugefügt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
¹ DIN 1164-12 wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch: ==&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Klinkerphasen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zement&amp;diff=12728</id>
		<title>Zement</title>
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		<updated>2024-06-04T14:31:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;1. Feingemahlenes [[Hydraulische Bindemittel|hydraulisches Bindemittel]] für [[Mörtel]] und [[Beton]], das je nach [[Zementarten|Zementart]] aus mehreren Hauptbestandteilen bestehen kann. Ein Hauptbestandteil ist immer [[Zementklinker]]. Für Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 gelten Zemente nach DIN EN 197-1, DIN EN 197-4, DIN 1164-10, DIN 1164-11, DIN 1164-12¹ und nach DIN EN 14216 als geeignet. Für Beton nach DIN 1045-2:2023-08 gelten Zemente nach DIN EN 197-1, DIN EN 197-5, DIN 1164-10, DIN 1164-11, DIN 1164-12¹ und nach DIN EN 14216 als geeignet.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zement erhärtet mit Wasser angemacht durch [[Hydratation]] sowohl an der Luft als auch unter Wasser und bleibt auch unter Wasser fest; er muss [[Raumbeständigkeit|raumbeständig]] sein.&amp;lt;br&amp;gt;Durch die Höhe seiner [[Druckfestigkeit]] unterscheidet sich Zement von anderen hydraulischen Bindemitteln, z. B. von hydraulisch erhärtenden [[Kalk]]en und von [[Putz- und Mauerbinder]]n. Die [[Zementprüfungen|Prüfungen des Zements]] sind in DIN EN 196 beschrieben. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 197-1 unterteilt Zement je nach Zusammensetzung in fünf [[Zementarten|Hauptzementarten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Der Begriff Zement wird umgangssprachlich gelegentlich noch als Bezeichnung für zementgebundene [[Mörtel]], [[Estrich]]e usw. benutzt. Dies war früher auch in der Fachwelt üblich, wie ältere Publikationen zeigen. Der Begriff [[Asbestzement]] ist ein Beispiel dafür. Heute steht Zement nur für das [[Bindemittel]]. Zur Vermeidung von Missverständnissen wird bei Beton- oder Mörtelprodukten ggf. der Begriff &amp;quot;zementgebunden&amp;quot; hinzugefügt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
¹ DIN 1164-12 wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch: ==&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Klinkerphasen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Portlandkompositzement&amp;diff=12727</id>
		<title>Portlandkompositzement</title>
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		<updated>2024-06-04T14:24:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zementarten|Zementart]] nach DIN EN 197-1 und DIN EN 197-5&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandkompositzemente CEM II/A-M und CEM II/B-M nach DIN EN 197-1 bestehen aus den Hauptbestandteilen [[Zementklinker]] (K) (mindestens 65 M.-%) sowie [[Hüttensand]] (S), [[Puzzolane|Puzzolan]] (P, Q), [[Flugasche]] (V, W), [[Ölschiefer|gebrannter Schiefer]] (T) und/oder [[Kalkstein]] (L, LL) sowie bis zu 5 M.-% anderen Nebenbestandteilen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aufgrund seines im Vergleich mit [[Portlandzement]] CEM I geringeren Anteils an [[Zementklinker]] spielt er eine wichtige Rolle bei der [[Dekarbonisierung von Zement und Beton]].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nach [2] können Portlandkompositzemente mit Hüttensand und Kalkstein (CEM II/B-M (S-LL)) nach den durchgeführten Untersuchungen in Beton für alle Expositionsklassen bezüglich carbonatisierungs- und chloridinduzierter Bewehrungskorrosion sowie Frostangriff mit und ohne Taumittel eingesetzt werden. Belegt wird das auch durch Einsätze in der Praxis [3].&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandkompositzemente CEM II/C-M nach DIN EN 197-5 enthalten mindestens 50 % Zementklinker (K) sowie [[Hüttensand]] (S), natürliches [[Puzzolane|Puzzolan]] (P), kieselsäurereiche [[Flugasche]] (V), [[Ölschiefer|gebrannter Schiefer]] (T) und/oder [[Kalkstein]] (L, LL) sowie bis zu 5 M.-% anderer Nebenbestandteile. Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Zemente nach DIN EN 197-5 dürfen vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
[1] [http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[2] Müller, Christoph; Lang, Eberhard: Dauerhaftigkeit von Beton mit Portlandkalkstein- und Portlandkompositzementen CEM II-M (S-LL). In: [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-3-2005-131.html beton 3/2005, Seite 131f] und [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-4-2005-197.html beton 4/2005, Seite 197f] und [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-5-2005-266.html beton 5/2005, S. 266f]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[3] [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/beton-4-2019-116.html Rothenbacher, Werner; Zimmermann, Heiko: CEM II-M-Zemente für nachhaltige Brückenbauwerke – (k)ein Widerspruch. In: beton 4/2019, Seite 116f]&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[4] [https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/3-604-2014-.html Schulze, Simone Elisabeth: Zur Reaktivität von Steinkohlenflugaschen und ihrer Rolle bei der Hydratation flugaschehaltiger Zemente. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2014]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12726</id>
		<title>Zementarten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12726"/>
		<updated>2024-06-04T14:23:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zement]] besteht aus Hauptbestandteilen, Nebenbestandteilen und Zusätzen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;Hauptbestandteile&#039;&#039; werden ausgewählte [[anorganische Stoffe]] bezeichnet, deren Massenanteil mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nebenbestandteile&#039;&#039; sind ausgewählte [[anorganische Stoffe]], deren Massenanteil nicht mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. Diese Stoffe können aus der Klinkerherstellung stammen oder in DIN EN 197-1 definierte Hauptbestandteile sein, sofern sie nicht bereits als Hauptbestandteile im Zement enthalten sind. Zweck der&lt;br /&gt;
Nebenbestandteile ist eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften von Zement (z. B. Verarbeitbarkeit oder Wasserrückhaltevermögen) durch Optimierung der Korngrößenverteilung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zusätze&#039;&#039; gemäß DIN EN 197-1 werden zugegeben, um die Herstellung oder die Eigenschaften von Zement zu verbessern. Dabei darf die  Gesamtmenge der Zusätze einen Massenanteil von 1,0 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten. Die Menge an organischen Zusätzen im Trockenzustand darf einen Massenanteil von 0,2 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So werden dem Zement z. B. Sulfatträger (meist ein Gemisch aus [[Gips]] und natürlichem [[Anhydrit]]) als [[Erstarren|Erstarrungsregler]] zugegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der verwendeten Hauptbestandteile unterteilt DIN EN 197-1 [[Zement]] in fünf Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
# Portlandzement CEM I&lt;br /&gt;
# Portlandkompositzemente CEM II&lt;br /&gt;
# Hochofenzement CEM III&lt;br /&gt;
# Puzzolanzement CEM IV&lt;br /&gt;
# Kompositzement CEM V&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 14216 unterteilt weitere Zemente mit sehr niedriger Hydratationswärme in die Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
* Hochofenzement VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Hauptzementarten untergliedern sich entsprechend ihrer Hauptbestandteile in die Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216:&lt;br /&gt;
* [[Portlandzement]] CEM I&lt;br /&gt;
* [[Portlandhüttenzement]] CEM II/-S&lt;br /&gt;
* Portlandsilicastaubzement CEM II/-D&lt;br /&gt;
* Portlandpuzzolanzement CEM II/-P und CEM II/-Q&lt;br /&gt;
* [[Portlandflugaschezement]] CEM II/-V und CEM II/-W&lt;br /&gt;
* [[Portlandschieferzement]] CEM II/-T&lt;br /&gt;
* [[Portlandkalksteinzement]] CEM II/-L und CEM II/-LL&lt;br /&gt;
* [[Portlandkompositzement]] CEM II/-M&lt;br /&gt;
* [[Hochofenzement]] CEM III / VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement CEM IV / VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement CEM V / VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile und ihre Kurzzeichen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] (K)&lt;br /&gt;
* [[Hüttensand]] (S)&lt;br /&gt;
* [[Puzzolane]] (P, Q)&lt;br /&gt;
* [[Flugasche]]n (V, W)&lt;br /&gt;
* [[Ölschiefer|Gebrannter Schiefer]] (T)&lt;br /&gt;
* [[Kalkstein]] (L, LL)&lt;br /&gt;
* [[Silikastaub]] (D)&lt;br /&gt;
* [[Recyclingmehl]] (F)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle in nebenstehender Tabelle aufgeführten Zementarten nach DIN EN 197-1 enthalten als Hauptbestandteil zwischen 5 und 100 M.-% [[Zementklinker]] und zwischen 0 und 5 M.-% Nebenbestandteile. Die angegebenen M.-% beziehen sich immer auf die Summe aller Haupt- und Nebenbestandteile. Im Sinne der Reduzierung der [[Kohlendioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Emissionen bei der Zementherstellung ([[Dekarbonisierung von Zement und Beton]]) werden Zemente mit geringem Anteil an Portlandzementklinker und gleicher Leistungsfähigkeit bevorzugt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennbuchstaben L, N und R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit niedriger [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein L (= low) (nur für Hochofenzemente nach DIN EN 197-1).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit normaler, üblicher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein N (= normal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit hoher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein R (= rapid).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zemente mit besonderen Eigenschaften&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die sogenannten Normalzemente sind in DIN EN 197-1 zu finden. Für die über die DIN EN 197-1 hinausgehenden Anforderungen an [[Sonderzemente]] mit zusätzlichen oder besonderen Eigenschaften gelten andere Regelwerke (mit).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]] erhalten zusätzlich die folgenden Kennbuchstaben:&lt;br /&gt;
* Zement mit niedriger [[Hydratationswärme]]: LH (= low heat; [[LH-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
* Zement mit sehr niedriger [[Hydratationswärme]]: VLH (= very low heat; [[VLH-Zement]] gemäß DIN EN 14216)&lt;br /&gt;
* Zement mit hohem Sulfatwiderstand: SR (= sulfate resisting; [[SR-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
Zemente mit der besonderen Eigenschaft &amp;quot;niedriger wirksamer [[Alkaligehalt des Zements|Alkaligehalt]]&amp;quot; entsprechen den Anforderungen der DIN EN 197-1 und darüber hinaus Anforderungen der DIN 1164-10. Für diese Zemente existiert keine besondere Normbezeichnung. Die Normbezeichnungen werden i. d. R. mit (na) für &amp;quot;niedriger wirksamer Alkaligehalt&amp;quot; ergänzt und im Sprachgebrauch auch [[NA-Zement]] genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die folgenden Zemente mit besonderen Eigenschaften erhalten keine besondere Normbezeichnung:&lt;br /&gt;
* [[Fahrbahndeckenzement]] gemäß TL Beton-StB, &lt;br /&gt;
* [[Weißzement]] und &lt;br /&gt;
* [[Hydrophobierte Zemente]]/wasserabstoßende Zemente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es noch weitere Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]]:&lt;br /&gt;
*Zemente mit verkürztem Erstarren gemäß DIN 1164-11 &lt;br /&gt;
**Zemente mit frühem Erstarren ([[FE-Zement]])&lt;br /&gt;
**Schnellerstarrende Zemente ([[SE-Zement]])&lt;br /&gt;
*Zemente mit erhöhtem Anteil organischer Bestandteile; [[HO-Zement]]) gemäß DIN 1164-12 (die Norm wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennzeichnung von Zementen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für eine eindeutige Zuordnung eines Normalzements sind die Angabe der Zementart, der Normbezug, die Kurzzeichen der Zementart und weiterer neben Portlandzementklinker im Zement vorhandener Hauptbestandteile sowie die Festigkeitsklasse mit dem Hinweis auf die Anfangsfestigkeit vorgeschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: Portlandzement der Festigkeitsklasse 42,5 mit hoher Anfangsfestigkeit:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement EN 197-1 – CEM I 42,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Portlandkalksteinzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit hoher Anfangsfestigkeit und 6 bis 20 M.-% Kalkstein (Gesamtanteil an organischem Kohlenstoff ≤ 0,20 M.-%):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Portlandkalksteinzement]] EN 197-1 – CEM II/A-LL 32,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Hochofenzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit niedriger Anfangsfestigkeit und 66 bis 80 M.-% [[Hüttensand]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochofenzement EN 197-1 – CEM III/B 32,5 L&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Portlandkompositzement CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der im Juli 2021 erschienenen DIN EN 197-5 &amp;quot;Zement - Teil 5: [[Portlandkompositzement]] CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&amp;quot; werden weitere Zementarten jenseits DIN EN 197-1 genormt, die aber vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden dürfen. Bei DIN EN 197-5 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ZementartenEN197-5.jpg|none|700 px|Zementarten nach DIN EN 197-5:2021-07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Zement mit rezyklierten Baustoffen]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der im Dezember 2023 erschienenen DIN EN 197-6 &amp;quot;Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen&amp;quot; wird Zement mit [[Recyclingmehl|Betonrecyclingmehl]] definiert. Diese Zemente werden als CEM II-Zemente (Portland-Recyclingmehlzement / Portlandkompositzement) bezeichnet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Bei DIN EN 197-6 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet. ln Deutschland benötigen entsprechende Zemente daher für den Einsatz in Beton eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ). Zur Kennzeichnung ist in Deutschland das Ü-Zeichen zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Spezialzemente]]&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Zement]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12725</id>
		<title>Zement mit rezyklierten Baustoffen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12725"/>
		<updated>2024-06-04T14:19:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DIN EN 197-6 „Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen“ behandelt Zemente mit sogenanntem [[Recyclingmehl]] für die Herstellung von [[Beton]], [[Mörtel]], [[Einpressmörtel]]. Zurzeit sind in der EN 197-6 nur Feinanteile aus dem Betonrecycling (Recyclingmehl) mit einem Anteil bis zu 35 M.-% als neuer [[Zementarten|Zementhauptbestandteil]] (Kurzzeichen F für &amp;quot;Concrete Fines&amp;quot;) vorgesehen. Dieses Recyclingmehl im Sinne der Norm ist ein speziell ausgewähltes und aufbereitetes mineralisches Material, das aus Anlagen stammt, die [[rezyklierte Gesteinskörnung|rezyklierte Gesteinskörnungen]] und/oder Sand für Beton herstellen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] und dem Recyclingmehl darf maximal ein weiterer Hauptbestandteil eingesetzt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die damit hergestellten CEM II-Zemente tragen die Produktnamen Portland-Recyclingmehlzement (CEM II/A-F) und [[Portlandkompositzement]] (CEM II/A-M, CEM II/B-M oder CEM II/C-M, dahinter mit den Kurzzeichen der beiden verwendeten weiteren Hauptbestandteile in Klammern). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Bei DIN EN 197-6 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet. ln Deutschland benötigen entsprechende Zemente daher für den Einsatz in Beton eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ). Zur Kennzeichnung ist in Deutschland das Ü-Zeichen zu verwenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Zementarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12724</id>
		<title>Zementarten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12724"/>
		<updated>2024-06-04T14:16:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zement]] besteht aus Hauptbestandteilen, Nebenbestandteilen und Zusätzen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;Hauptbestandteile&#039;&#039; werden ausgewählte [[anorganische Stoffe]] bezeichnet, deren Massenanteil mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nebenbestandteile&#039;&#039; sind ausgewählte [[anorganische Stoffe]], deren Massenanteil nicht mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. Diese Stoffe können aus der Klinkerherstellung stammen oder in DIN EN 197-1 definierte Hauptbestandteile sein, sofern sie nicht bereits als Hauptbestandteile im Zement enthalten sind. Zweck der&lt;br /&gt;
Nebenbestandteile ist eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften von Zement (z. B. Verarbeitbarkeit oder Wasserrückhaltevermögen) durch Optimierung der Korngrößenverteilung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zusätze&#039;&#039; gemäß DIN EN 197-1 werden zugegeben, um die Herstellung oder die Eigenschaften von Zement zu verbessern. Dabei darf die  Gesamtmenge der Zusätze einen Massenanteil von 1,0 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten. Die Menge an organischen Zusätzen im Trockenzustand darf einen Massenanteil von 0,2 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So werden dem Zement z. B. Sulfatträger (meist ein Gemisch aus [[Gips]] und natürlichem [[Anhydrit]]) als [[Erstarren|Erstarrungsregler]] zugegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der verwendeten Hauptbestandteile unterteilt DIN EN 197-1 [[Zement]] in fünf Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
# Portlandzement CEM I&lt;br /&gt;
# Portlandkompositzemente CEM II&lt;br /&gt;
# Hochofenzement CEM III&lt;br /&gt;
# Puzzolanzement CEM IV&lt;br /&gt;
# Kompositzement CEM V&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 14216 unterteilt weitere Zemente mit sehr niedriger Hydratationswärme in die Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
* Hochofenzement VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Hauptzementarten untergliedern sich entsprechend ihrer Hauptbestandteile in die Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216:&lt;br /&gt;
* [[Portlandzement]] CEM I&lt;br /&gt;
* [[Portlandhüttenzement]] CEM II/-S&lt;br /&gt;
* Portlandsilicastaubzement CEM II/-D&lt;br /&gt;
* Portlandpuzzolanzement CEM II/-P und CEM II/-Q&lt;br /&gt;
* [[Portlandflugaschezement]] CEM II/-V und CEM II/-W&lt;br /&gt;
* [[Portlandschieferzement]] CEM II/-T&lt;br /&gt;
* [[Portlandkalksteinzement]] CEM II/-L und CEM II/-LL&lt;br /&gt;
* [[Portlandkompositzement]] CEM II/-M&lt;br /&gt;
* [[Hochofenzement]] CEM III / VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement CEM IV / VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement CEM V / VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile und ihre Kurzzeichen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] (K)&lt;br /&gt;
* [[Hüttensand]] (S)&lt;br /&gt;
* [[Puzzolane]] (P, Q)&lt;br /&gt;
* [[Flugasche]]n (V, W)&lt;br /&gt;
* [[Ölschiefer|Gebrannter Schiefer]] (T)&lt;br /&gt;
* [[Kalkstein]] (L, LL)&lt;br /&gt;
* [[Silikastaub]] (D)&lt;br /&gt;
* [[Recyclingmehl]] (F)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle in nebenstehender Tabelle aufgeführten Zementarten nach DIN EN 197-1 enthalten als Hauptbestandteil zwischen 5 und 100 M.-% [[Zementklinker]] und zwischen 0 und 5 M.-% Nebenbestandteile. Die angegebenen M.-% beziehen sich immer auf die Summe aller Haupt- und Nebenbestandteile. Im Sinne der Reduzierung der [[Kohlendioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Emissionen bei der Zementherstellung ([[Dekarbonisierung von Zement und Beton]]) werden Zemente mit geringem Anteil an Portlandzementklinker und gleicher Leistungsfähigkeit bevorzugt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennbuchstaben L, N und R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit niedriger [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein L (= low) (nur für Hochofenzemente nach DIN EN 197-1).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit normaler, üblicher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein N (= normal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit hoher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein R (= rapid).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zemente mit besonderen Eigenschaften&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die sogenannten Normalzemente sind in DIN EN 197-1 zu finden. Für die über die DIN EN 197-1 hinausgehenden Anforderungen an [[Sonderzemente]] mit zusätzlichen oder besonderen Eigenschaften gelten andere Regelwerke (mit).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]] erhalten zusätzlich die folgenden Kennbuchstaben:&lt;br /&gt;
* Zement mit niedriger [[Hydratationswärme]]: LH (= low heat; [[LH-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
* Zement mit sehr niedriger [[Hydratationswärme]]: VLH (= very low heat; [[VLH-Zement]] gemäß DIN EN 14216)&lt;br /&gt;
* Zement mit hohem Sulfatwiderstand: SR (= sulfate resisting; [[SR-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
Zemente mit der besonderen Eigenschaft &amp;quot;niedriger wirksamer [[Alkaligehalt des Zements|Alkaligehalt]]&amp;quot; entsprechen den Anforderungen der DIN EN 197-1 und darüber hinaus Anforderungen der DIN 1164-10. Für diese Zemente existiert keine besondere Normbezeichnung. Die Normbezeichnungen werden i. d. R. mit (na) für &amp;quot;niedriger wirksamer Alkaligehalt&amp;quot; ergänzt und im Sprachgebrauch auch [[NA-Zement]] genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die folgenden Zemente mit besonderen Eigenschaften erhalten keine besondere Normbezeichnung:&lt;br /&gt;
* [[Fahrbahndeckenzement]] gemäß TL Beton-StB, &lt;br /&gt;
* [[Weißzement]] und &lt;br /&gt;
* [[Hydrophobierte Zemente]]/wasserabstoßende Zemente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es noch weitere Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]]:&lt;br /&gt;
*Zemente mit verkürztem Erstarren gemäß DIN 1164-11 &lt;br /&gt;
**Zemente mit frühem Erstarren ([[FE-Zement]])&lt;br /&gt;
**Schnellerstarrende Zemente ([[SE-Zement]])&lt;br /&gt;
*Zemente mit erhöhtem Anteil organischer Bestandteile; [[HO-Zement]]) gemäß DIN 1164-12 (die Norm wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennzeichnung von Zementen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für eine eindeutige Zuordnung eines Normalzements sind die Angabe der Zementart, der Normbezug, die Kurzzeichen der Zementart und weiterer neben Portlandzementklinker im Zement vorhandener Hauptbestandteile sowie die Festigkeitsklasse mit dem Hinweis auf die Anfangsfestigkeit vorgeschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: Portlandzement der Festigkeitsklasse 42,5 mit hoher Anfangsfestigkeit:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement EN 197-1 – CEM I 42,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Portlandkalksteinzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit hoher Anfangsfestigkeit und 6 bis 20 M.-% Kalkstein (Gesamtanteil an organischem Kohlenstoff ≤ 0,20 M.-%):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Portlandkalksteinzement]] EN 197-1 – CEM II/A-LL 32,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Hochofenzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit niedriger Anfangsfestigkeit und 66 bis 80 M.-% [[Hüttensand]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochofenzement EN 197-1 – CEM III/B 32,5 L&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Portlandkompositzement CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der im Juli 2021 erschienenen DIN EN 197-5 &amp;quot;Zement - Teil 5: [[Portlandkompositzement]] CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&amp;quot; werden weitere Zementarten jenseits DIN EN 197-1 genormt, die aber vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden dürfen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ZementartenEN197-5.jpg|none|700 px|Zementarten nach DIN EN 197-5:2021-07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Zement mit rezyklierten Baustoffen]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der im Dezember 2023 erschienenen DIN EN 197-6 &amp;quot;Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen&amp;quot; wird Zement mit [[Recyclingmehl|Betonrecyclingmehl]] definiert. Diese Zemente werden als CEM II-Zemente (Portland-Recyclingmehlzement / Portlandkompositzement) bezeichnet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Bei DIN EN 197-6 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet. ln Deutschland benötigen entsprechende Zemente daher für den Einsatz in Beton eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ). Zur Kennzeichnung ist in Deutschland das Ü-Zeichen zu verwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Spezialzemente]]&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Zement]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12723</id>
		<title>Zement mit rezyklierten Baustoffen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12723"/>
		<updated>2024-06-04T14:15:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DIN EN 197-6 „Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen“ behandelt Zemente mit sogenanntem [[Recyclingmehl]] für die Herstellung von [[Beton]], [[Mörtel]], [[Einpressmörtel]]. Zurzeit sind in der EN 197-6 nur Feinanteile aus dem Betonrecycling (Recyclingmehl) als neuer [[Zementarten|Zementhauptbestandteil]] (Kurzzeichen F) vorgesehen. Dieses Recyclingmehl im Sinne der Norm ist ein speziell ausgewähltes und aufbereitetes mineralisches Material, das aus Anlagen stammt, die [[rezyklierte Gesteinskörnung|rezyklierte Gesteinskörnungen]] und/oder Sand für Beton herstellen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] und dem Recyclingmehl darf maximal ein weiterer Hauptbestandteil eingesetzt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die damit hergestellten CEM II-Zemente tragen die Produktnamen Portland-Recyclingmehlzement (CEM II/A-F) und [[Portlandkompositzement]] (CEM II/A-M, CEM II/B-M oder CEM II/C-M, dahinter mit den Kurzzeichen der beiden verwendeten weiteren Hauptbestandteile in Klammern). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Bei DIN EN 197-6 handelt es sich um eine nicht harmonisierte Norm. Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet. ln Deutschland benötigen entsprechende Zemente daher für den Einsatz in Beton eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ). Zur Kennzeichnung ist in Deutschland das Ü-Zeichen zu verwenden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Zementarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12722</id>
		<title>Zement mit rezyklierten Baustoffen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12722"/>
		<updated>2024-06-04T14:01:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DIN EN 197-6 „Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen“ behandelt Zemente mit sogenanntem [[Recyclingmehl]] für die Herstellung von [[Beton]], [[Mörtel]], [[Einpressmörtel]]. Zurzeit sind in der EN 197-6 nur Feinanteile aus dem Betonrecycling (Recyclingmehl) als neuer [[Zementarten|Zementhauptbestandteil]] (Kurzzeichen F) vorgesehen. Dieses Recyclingmehl im Sinne der Norm ist ein speziell ausgewähltes und aufbereitetes mineralisches Material, das aus Anlagen stammt, die [[rezyklierte Gesteinskörnung|rezyklierte Gesteinskörnungen]] und/oder Sand für Beton herstellen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] und dem Recyclingmehl darf maximal ein weiterer Hauptbestandteil eingesetzt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die damit hergestellten CEM II-Zemente tragen die Produktnamen Portland-Recyclingmehlzement (CEM II/A-F) und [[Portlandkompositzement]] (CEM II/A-M, CEM II/B-M oder CEM II/C-M, dahinter mit den Kurzzeichen der beiden verwendeten weiteren Hauptbestandteile in Klammern). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Zementarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12721</id>
		<title>Zement mit rezyklierten Baustoffen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12721"/>
		<updated>2024-06-04T13:58:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DIN EN 197-6 „Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen“ behandelt Zemente mit sogenanntem [[Recyclingmehl]] für die Herstellung von [[Beton]], [[Mörtel]], [[Einpressmörtel]]. Zurzeit sind in der EN 197-6 nur Feinanteile aus dem Betonrecycling (Recyclingmehl) als neuer [[Zementarten|Zementhauptbestandteil]] (Kurzzeichen F) vorgesehen. Dieses Recyclingmehl im Sinne der Norm ist ein speziell ausgewähltes und aufbereitetes mineralisches Material, das aus Anlagen stammt, die [[rezyklierte Gesteinskörnung|rezyklierte Gesteinskörnungen]] und/oder Sand für Beton herstellen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] und dem Recyclingmehl darf maximal ein weiterer Hauptbestandteil eingesetzt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die damit hergestellten CEM II-Zemente tragen die Produktnamen Portland-Recyclingmehlzement (CEM II/A-F) und [[Portlandkompositzement]] (CEM II/A-M, CEM II/B-M oder CEM II/C-M, mit den Kurzzeichen der beiden verwendeten weiteren Hauptbestandteile in Klammern). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch==&lt;br /&gt;
* [[Zementarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12720</id>
		<title>Zementarten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12720"/>
		<updated>2024-06-04T13:57:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zement]] besteht aus Hauptbestandteilen, Nebenbestandteilen und Zusätzen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;Hauptbestandteile&#039;&#039; werden ausgewählte [[anorganische Stoffe]] bezeichnet, deren Massenanteil mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nebenbestandteile&#039;&#039; sind ausgewählte [[anorganische Stoffe]], deren Massenanteil nicht mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. Diese Stoffe können aus der Klinkerherstellung stammen oder in DIN EN 197-1 definierte Hauptbestandteile sein, sofern sie nicht bereits als Hauptbestandteile im Zement enthalten sind. Zweck der&lt;br /&gt;
Nebenbestandteile ist eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften von Zement (z. B. Verarbeitbarkeit oder Wasserrückhaltevermögen) durch Optimierung der Korngrößenverteilung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zusätze&#039;&#039; gemäß DIN EN 197-1 werden zugegeben, um die Herstellung oder die Eigenschaften von Zement zu verbessern. Dabei darf die  Gesamtmenge der Zusätze einen Massenanteil von 1,0 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten. Die Menge an organischen Zusätzen im Trockenzustand darf einen Massenanteil von 0,2 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So werden dem Zement z. B. Sulfatträger (meist ein Gemisch aus [[Gips]] und natürlichem [[Anhydrit]]) als [[Erstarren|Erstarrungsregler]] zugegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der verwendeten Hauptbestandteile unterteilt DIN EN 197-1 [[Zement]] in fünf Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
# Portlandzement CEM I&lt;br /&gt;
# Portlandkompositzemente CEM II&lt;br /&gt;
# Hochofenzement CEM III&lt;br /&gt;
# Puzzolanzement CEM IV&lt;br /&gt;
# Kompositzement CEM V&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 14216 unterteilt weitere Zemente mit sehr niedriger Hydratationswärme in die Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
* Hochofenzement VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Hauptzementarten untergliedern sich entsprechend ihrer Hauptbestandteile in die Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216:&lt;br /&gt;
* [[Portlandzement]] CEM I&lt;br /&gt;
* [[Portlandhüttenzement]] CEM II/-S&lt;br /&gt;
* Portlandsilicastaubzement CEM II/-D&lt;br /&gt;
* Portlandpuzzolanzement CEM II/-P und CEM II/-Q&lt;br /&gt;
* [[Portlandflugaschezement]] CEM II/-V und CEM II/-W&lt;br /&gt;
* [[Portlandschieferzement]] CEM II/-T&lt;br /&gt;
* [[Portlandkalksteinzement]] CEM II/-L und CEM II/-LL&lt;br /&gt;
* [[Portlandkompositzement]] CEM II/-M&lt;br /&gt;
* [[Hochofenzement]] CEM III / VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement CEM IV / VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement CEM V / VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile und ihre Kurzzeichen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] (K)&lt;br /&gt;
* [[Hüttensand]] (S)&lt;br /&gt;
* [[Puzzolane]] (P, Q)&lt;br /&gt;
* [[Flugasche]]n (V, W)&lt;br /&gt;
* [[Ölschiefer|Gebrannter Schiefer]] (T)&lt;br /&gt;
* [[Kalkstein]] (L, LL)&lt;br /&gt;
* [[Silikastaub]] (D)&lt;br /&gt;
* [[Recyclingmehl]] (F)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle in nebenstehender Tabelle aufgeführten Zementarten nach DIN EN 197-1 enthalten als Hauptbestandteil zwischen 5 und 100 M.-% [[Zementklinker]] und zwischen 0 und 5 M.-% Nebenbestandteile. Die angegebenen M.-% beziehen sich immer auf die Summe aller Haupt- und Nebenbestandteile. Im Sinne der Reduzierung der [[Kohlendioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Emissionen bei der Zementherstellung ([[Dekarbonisierung von Zement und Beton]]) werden Zemente mit geringem Anteil an Portlandzementklinker und gleicher Leistungsfähigkeit bevorzugt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennbuchstaben L, N und R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit niedriger [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein L (= low) (nur für Hochofenzemente nach DIN EN 197-1).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit normaler, üblicher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein N (= normal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit hoher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein R (= rapid).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zemente mit besonderen Eigenschaften&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die sogenannten Normalzemente sind in DIN EN 197-1 zu finden. Für die über die DIN EN 197-1 hinausgehenden Anforderungen an [[Sonderzemente]] mit zusätzlichen oder besonderen Eigenschaften gelten andere Regelwerke (mit).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]] erhalten zusätzlich die folgenden Kennbuchstaben:&lt;br /&gt;
* Zement mit niedriger [[Hydratationswärme]]: LH (= low heat; [[LH-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
* Zement mit sehr niedriger [[Hydratationswärme]]: VLH (= very low heat; [[VLH-Zement]] gemäß DIN EN 14216)&lt;br /&gt;
* Zement mit hohem Sulfatwiderstand: SR (= sulfate resisting; [[SR-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
Zemente mit der besonderen Eigenschaft &amp;quot;niedriger wirksamer [[Alkaligehalt des Zements|Alkaligehalt]]&amp;quot; entsprechen den Anforderungen der DIN EN 197-1 und darüber hinaus Anforderungen der DIN 1164-10. Für diese Zemente existiert keine besondere Normbezeichnung. Die Normbezeichnungen werden i. d. R. mit (na) für &amp;quot;niedriger wirksamer Alkaligehalt&amp;quot; ergänzt und im Sprachgebrauch auch [[NA-Zement]] genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die folgenden Zemente mit besonderen Eigenschaften erhalten keine besondere Normbezeichnung:&lt;br /&gt;
* [[Fahrbahndeckenzement]] gemäß TL Beton-StB, &lt;br /&gt;
* [[Weißzement]] und &lt;br /&gt;
* [[Hydrophobierte Zemente]]/wasserabstoßende Zemente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es noch weitere Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]]:&lt;br /&gt;
*Zemente mit verkürztem Erstarren gemäß DIN 1164-11 &lt;br /&gt;
**Zemente mit frühem Erstarren ([[FE-Zement]])&lt;br /&gt;
**Schnellerstarrende Zemente ([[SE-Zement]])&lt;br /&gt;
*Zemente mit erhöhtem Anteil organischer Bestandteile; [[HO-Zement]]) gemäß DIN 1164-12 (die Norm wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennzeichnung von Zementen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für eine eindeutige Zuordnung eines Normalzements sind die Angabe der Zementart, der Normbezug, die Kurzzeichen der Zementart und weiterer neben Portlandzementklinker im Zement vorhandener Hauptbestandteile sowie die Festigkeitsklasse mit dem Hinweis auf die Anfangsfestigkeit vorgeschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: Portlandzement der Festigkeitsklasse 42,5 mit hoher Anfangsfestigkeit:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement EN 197-1 – CEM I 42,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Portlandkalksteinzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit hoher Anfangsfestigkeit und 6 bis 20 M.-% Kalkstein (Gesamtanteil an organischem Kohlenstoff ≤ 0,20 M.-%):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Portlandkalksteinzement]] EN 197-1 – CEM II/A-LL 32,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Hochofenzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit niedriger Anfangsfestigkeit und 66 bis 80 M.-% [[Hüttensand]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochofenzement EN 197-1 – CEM III/B 32,5 L&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Portlandkompositzement CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der im Juli 2021 erschienenen DIN EN 197-5 &amp;quot;Zement - Teil 5: [[Portlandkompositzement]] CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&amp;quot; werden weitere Zementarten jenseits DIN EN 197-1 genormt, die aber vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden dürfen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ZementartenEN197-5.jpg|none|700 px|Zementarten nach DIN EN 197-5:2021-07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;[[Zement mit rezyklierten Baustoffen]]&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der im Dezember 2023 erschienenen DIN EN 197-6 &amp;quot;Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen&amp;quot; wird Zement mit [[Recyclingmehl|Betonrecyclingmehl]] definiert. Diese Zemente werden als CEM II-Zemente (Portland-Recyclingmehlzement / Portlandkompositzement) bezeichnet.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Spezialzemente]]&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Zement]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Recyclingmehl&amp;diff=12719</id>
		<title>Recyclingmehl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Recyclingmehl&amp;diff=12719"/>
		<updated>2024-06-04T13:53:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gemäß DIN EN 197-6 &amp;quot;[[Zement mit rezyklierten Baustoffen]]&amp;quot; ist Recyclingmehl ein speziell ausgewähltes und aufbereitetes mineralisches Material, das aus Anlagen stammt, die [[Rezyklierte Gesteinskörnung|rezyklierte Gesteinskörnungen]] und/oder [[Sand]] für Beton herstellen. Das Recyclingmehl muss aus Betonproduktionsvorgängen oder aus dem Brechen von Festbeton, der noch&lt;br /&gt;
nicht beim Bauen verwendet wurde, zurückgewonnen werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Recyclingmehl muss dabei Anforderungen an den TOC-Gehalt (Summe des insgesamt enthaltenen organischen Kohlenstoffs) und an den [[Sulfatgehalt]] (als SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zement_mit_rezyklierten_Baustoffen&amp;diff=12718</id>
		<title>Zement mit rezyklierten Baustoffen</title>
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		<updated>2024-06-04T13:53:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: Die Seite wurde neu angelegt: „Die DIN EN 197-6 „Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen“ behandelt Zemente mit sogenanntem Recyclingmehl für die Herstellung von Beton, Mörtel, Einpressmörtel. Zurzeit sind in der EN 197-6 nur Feinanteile aus dem Betonrecycling (Recyclingmehl) als neuer Zementhauptbestandteil (Kurzzeichen F) vorgesehen. Dieses Recyclingmehl im Sinne der Norm ist ein speziell ausgewähltes und aufbereitetes mineralisches…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die DIN EN 197-6 „Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen“ behandelt Zemente mit sogenanntem [[Recyclingmehl]] für die Herstellung von [[Beton]], [[Mörtel]], [[Einpressmörtel]]. Zurzeit sind in der EN 197-6 nur Feinanteile aus dem Betonrecycling (Recyclingmehl) als neuer [[Zementarten|Zementhauptbestandteil]] (Kurzzeichen F) vorgesehen. Dieses Recyclingmehl im Sinne der Norm ist ein speziell ausgewähltes und aufbereitetes mineralisches Material, das aus Anlagen stammt, die [[rezyklierte Gesteinskörnung|rezyklierte Gesteinskörnungen]] und/oder Sand für Beton herstellen. &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben dem [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] und dem Recyclingmehl darf maximal ein weiterer Hauptbestandteil eingesetzt werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die damit hergestellten CEM II-Zemente tragen die Produktnamen Portland-Recyclingmehlzement (CEM II/A-F) und [[Portlandkompositzement]] (CEM II/A-M, CEM II/B-M oder CEM II/C-M, mit den Kurzzeichen der beiden verwendeten weiteren Hauptbestandteile in Klammern). &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hinweis: Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Recyclingmehl&amp;diff=12717</id>
		<title>Recyclingmehl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Recyclingmehl&amp;diff=12717"/>
		<updated>2024-06-04T13:51:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Gemäß DIN EN 197-6 &amp;quot;Zement mit rezyklierten Baustoffen&amp;quot; ist Recyclingmehl ein speziell ausgewähltes und aufbereitetes mineralisches Material, das aus Anlagen stammt, die [[Rezyklierte Gesteinskörnung|rezyklierte Gesteinskörnungen]] und/oder [[Sand]] für Beton herstellen. Das Recyclingmehl muss aus Betonproduktionsvorgängen oder aus dem Brechen von Festbeton, der noch&lt;br /&gt;
nicht beim Bauen verwendet wurde, zurückgewonnen werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Recyclingmehl muss dabei Anforderungen an den TOC-Gehalt (Summe des insgesamt enthaltenen organischen Kohlenstoffs) und an den [[Sulfatgehalt]] (als SO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;) erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Zementarten&amp;diff=12716</id>
		<title>Zementarten</title>
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		<updated>2024-06-04T11:05:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Zementarten.jpg|mini|gerahmt|Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216]]&lt;br /&gt;
[[Zement]] besteht aus Hauptbestandteilen, Nebenbestandteilen und Zusätzen. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als &#039;&#039;Hauptbestandteile&#039;&#039; werden ausgewählte [[anorganische Stoffe]] bezeichnet, deren Massenanteil mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nebenbestandteile&#039;&#039; sind ausgewählte [[anorganische Stoffe]], deren Massenanteil nicht mehr als 5 % der Gesamtsumme aller Haupt- und Nebenbestandteile beträgt. Diese Stoffe können aus der Klinkerherstellung stammen oder in DIN EN 197-1 definierte Hauptbestandteile sein, sofern sie nicht bereits als Hauptbestandteile im Zement enthalten sind. Zweck der&lt;br /&gt;
Nebenbestandteile ist eine Verbesserung der physikalischen Eigenschaften von Zement (z. B. Verarbeitbarkeit oder Wasserrückhaltevermögen) durch Optimierung der Korngrößenverteilung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zusätze&#039;&#039; gemäß DIN EN 197-1 werden zugegeben, um die Herstellung oder die Eigenschaften von Zement zu verbessern. Dabei darf die  Gesamtmenge der Zusätze einen Massenanteil von 1,0 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten. Die Menge an organischen Zusätzen im Trockenzustand darf einen Massenanteil von 0,2 % bezogen auf den Zement nicht überschreiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
So werden dem Zement z. B. Sulfatträger (meist ein Gemisch aus [[Gips]] und natürlichem [[Anhydrit]]) als [[Erstarren|Erstarrungsregler]] zugegeben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend der verwendeten Hauptbestandteile unterteilt DIN EN 197-1 [[Zement]] in fünf Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
# Portlandzement CEM I&lt;br /&gt;
# Portlandkompositzemente CEM II&lt;br /&gt;
# Hochofenzement CEM III&lt;br /&gt;
# Puzzolanzement CEM IV&lt;br /&gt;
# Kompositzement CEM V&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
DIN EN 14216 unterteilt weitere Zemente mit sehr niedriger Hydratationswärme in die Hauptzementarten:&lt;br /&gt;
* Hochofenzement VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Hauptzementarten untergliedern sich entsprechend ihrer Hauptbestandteile in die Zementarten nach DIN EN 197-1 sowie Sonderzemente VLH nach DIN EN 14216:&lt;br /&gt;
* [[Portlandzement]] CEM I&lt;br /&gt;
* [[Portlandhüttenzement]] CEM II/-S&lt;br /&gt;
* Portlandsilicastaubzement CEM II/-D&lt;br /&gt;
* Portlandpuzzolanzement CEM II/-P und CEM II/-Q&lt;br /&gt;
* [[Portlandflugaschezement]] CEM II/-V und CEM II/-W&lt;br /&gt;
* [[Portlandschieferzement]] CEM II/-T&lt;br /&gt;
* [[Portlandkalksteinzement]] CEM II/-L und CEM II/-LL&lt;br /&gt;
* [[Portlandkompositzement]] CEM II/-M&lt;br /&gt;
* [[Hochofenzement]] CEM III / VLH III&lt;br /&gt;
* Puzzolanzement CEM IV / VLH IV&lt;br /&gt;
* Kompositzement CEM V / VLH V&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hauptbestandteile und ihre Kurzzeichen:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Zementklinker|Portlandzementklinker]] (K)&lt;br /&gt;
* [[Hüttensand]] (S)&lt;br /&gt;
* [[Puzzolane]] (P, Q)&lt;br /&gt;
* [[Flugasche]]n (V, W)&lt;br /&gt;
* [[Ölschiefer|Gebrannter Schiefer]] (T)&lt;br /&gt;
* [[Kalkstein]] (L, LL)&lt;br /&gt;
* [[Silikastaub]] (D)&lt;br /&gt;
* [[Recyclingmehl]] (F)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle in nebenstehender Tabelle aufgeführten Zementarten nach DIN EN 197-1 enthalten als Hauptbestandteil zwischen 5 und 100 M.-% [[Zementklinker]] und zwischen 0 und 5 M.-% Nebenbestandteile. Die angegebenen M.-% beziehen sich immer auf die Summe aller Haupt- und Nebenbestandteile. Im Sinne der Reduzierung der [[Kohlendioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Emissionen bei der Zementherstellung ([[Dekarbonisierung von Zement und Beton]]) werden Zemente mit geringem Anteil an Portlandzementklinker und gleicher Leistungsfähigkeit bevorzugt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennbuchstaben L, N und R&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit niedriger [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein L (= low) (nur für Hochofenzemente nach DIN EN 197-1).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit normaler, üblicher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein N (= normal).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit hoher [[Anfangsfestigkeit]] erhalten als Kennbuchstaben ein R (= rapid).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zemente mit besonderen Eigenschaften&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die sogenannten Normalzemente sind in DIN EN 197-1 zu finden. Für die über die DIN EN 197-1 hinausgehenden Anforderungen an [[Sonderzemente]] mit zusätzlichen oder besonderen Eigenschaften gelten andere Regelwerke (mit).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]] erhalten zusätzlich die folgenden Kennbuchstaben:&lt;br /&gt;
* Zement mit niedriger [[Hydratationswärme]]: LH (= low heat; [[LH-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
* Zement mit sehr niedriger [[Hydratationswärme]]: VLH (= very low heat; [[VLH-Zement]] gemäß DIN EN 14216)&lt;br /&gt;
* Zement mit hohem Sulfatwiderstand: SR (= sulfate resisting; [[SR-Zement]] gemäß DIN EN 197-1)&lt;br /&gt;
Zemente mit der besonderen Eigenschaft &amp;quot;niedriger wirksamer [[Alkaligehalt des Zements|Alkaligehalt]]&amp;quot; entsprechen den Anforderungen der DIN EN 197-1 und darüber hinaus Anforderungen der DIN 1164-10. Für diese Zemente existiert keine besondere Normbezeichnung. Die Normbezeichnungen werden i. d. R. mit (na) für &amp;quot;niedriger wirksamer Alkaligehalt&amp;quot; ergänzt und im Sprachgebrauch auch [[NA-Zement]] genannt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die folgenden Zemente mit besonderen Eigenschaften erhalten keine besondere Normbezeichnung:&lt;br /&gt;
* [[Fahrbahndeckenzement]] gemäß TL Beton-StB, &lt;br /&gt;
* [[Weißzement]] und &lt;br /&gt;
* [[Hydrophobierte Zemente]]/wasserabstoßende Zemente&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus gibt es noch weitere Zemente mit besonderen Eigenschaften bzw. [[Sonderzemente]]:&lt;br /&gt;
*Zemente mit verkürztem Erstarren gemäß DIN 1164-11 &lt;br /&gt;
**Zemente mit frühem Erstarren ([[FE-Zement]])&lt;br /&gt;
**Schnellerstarrende Zemente ([[SE-Zement]])&lt;br /&gt;
*Zemente mit erhöhtem Anteil organischer Bestandteile; [[HO-Zement]]) gemäß DIN 1164-12 (die Norm wurde zwar zurückgezogen, ist aber noch anwendbar.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kennzeichnung von Zementen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für eine eindeutige Zuordnung eines Normalzements sind die Angabe der Zementart, der Normbezug, die Kurzzeichen der Zementart und weiterer neben Portlandzementklinker im Zement vorhandener Hauptbestandteile sowie die Festigkeitsklasse mit dem Hinweis auf die Anfangsfestigkeit vorgeschrieben.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: Portlandzement der Festigkeitsklasse 42,5 mit hoher Anfangsfestigkeit:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement EN 197-1 – CEM I 42,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Portlandkalksteinzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit hoher Anfangsfestigkeit und 6 bis 20 M.-% Kalkstein (Gesamtanteil an organischem Kohlenstoff ≤ 0,20 M.-%):&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Portlandkalksteinzement]] EN 197-1 – CEM II/A-LL 32,5 R&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beispiel: [[Hochofenzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit niedriger Anfangsfestigkeit und 66 bis 80 M.-% [[Hüttensand]]:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hochofenzement EN 197-1 – CEM III/B 32,5 L&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Portlandkompositzement CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Mit der im Juli 2021 erschienenen DIN EN 197-5 &amp;quot;Zement - Teil 5: [[Portlandkompositzement]] CEM II/C-M und Kompositzement CEM VI&amp;quot; werden weitere Zementarten jenseits DIN EN 197-1 genormt, die aber vorerst nur mit Anwendungszulassung in Beton nach DIN EN 206-1/DIN 1045-2 verwendet werden dürfen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:ZementartenEN197-5.jpg|none|700 px|Zementarten nach DIN EN 197-5:2021-07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Zement mit rezyklierten Baustoffen&#039;&#039;&#039;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der im Dezember 2023 erschienenen DIN EN 197-6 &amp;quot;Zement - Teil 6: Zement mit rezyklierten Baustoffen&amp;quot; wird Zement mit [[Recyclingmehl|Betonrecyclingmehl]] definiert. Weder DIN EN 206-1/DIN 1045-2 noch DIN 1045-2:2023-08 bezeichnet im Abschnitt 5.1.2 &amp;quot;Zement&amp;quot; diese Zemente als geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Spezialzemente]]&lt;br /&gt;
*[[Zementherstellung]]&lt;br /&gt;
*[[Zement]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=SE-Zement&amp;diff=12715</id>
		<title>SE-Zement</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=SE-Zement&amp;diff=12715"/>
		<updated>2024-06-04T09:46:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schnellerstarrende [[Zement|Zemente]] (SE-Zemente) werden auch als Spritzbetonzemente bezeichnet. Sie müssen den allgemeinen Anforderungen aus DIN EN 197-1 bzw. DIN EN 197-5 und bezüglich Erstarrungsbeginn den Anforderungen aus DIN 1164-11 Tabelle 1 entsprechen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese [[Sonderzemente]] mit schnellem Erstarren nach DIN 1164-11 weisen einen [[Erstarren|Erstarrungsbeginn]] ≤ 45 Minuten auf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Herstellung der Probekörper für die Prüfung der Festigkeit und für die Prüfung des Erstarrens und der [[Raumbeständigkeit]] gelten für SE-Zemente abweichend von DIN EN 197-1 die im Anhang A der DIN 1164-11 festgelegten Verfahren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
SE-Zemente sind für die normale [[Betonherstellung]] nicht geeignet, ermöglichen aber eine sachgerechte Herstellung von Beton mit besonderen Herstellverfahren wie z.B. das [[Trockenspritzverfahren]] oder bei Verwendung von [[Betonzusatzmittel|Zusatzmitteln]]. SE-Zemente ermöglichen z. B. [[Spritzbeton|Spritzbetone]], die ohne [[Beschleuniger]] auskommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bezeichnung: Ein [[Portlandzement]] der Festigkeitsklasse 32,5 mit üblicher Anfangsfestigkeit (N), hohem [[Sulfattreiben|Sulfatwiderstand]] (SR) und schnellerstarrend (SE) wird wie folgt bezeichnet:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement DIN1164–CEM I 32,5N–SR/SE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verkürzten Erstarrungszeiten werden durch Modifikationen bei der [[Zementherstellung]] bewirkt. Das [[Erstarren]] eines Zements wird im Normalfall durch Zugabe eines [[Sulfate|Sulfatträgers]] ([[Gips]], [[Anhydrit]]) beim Mahlen des [[Zementklinker|Zementklinkers]] gesteuert. Sulfatfreie Pasten aus gemahlenem [[Zementklinker]] erstarren im Allgemeinen schon nach spätestens zehn Minuten. Demgegenüber beginnt das Erstarren in sulfathaltigen Pasten aus dem gleichen Klinker im Allgemeinen erst nach zwei bis drei Stunden. Für jeden Zement gibt es je nach Reaktionsfähigkeit des [[Tricalciumaluminat]] (C3A) einen bestimmten [[Calciumsulfat|Calciumsulfatzusatz]], der das Erstarren optimal verzögert. Zemente mit verkürztem Erstarren, die sogenannten Spritzbetonzemente, sind [[Portlandzement|Portlandzemente]] mit vermindertem Gehalt an Calciumsulfat, gegebenenfalls mit Zusatz geringer Mengen an [[Beschleuniger|Beschleunigern]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch: ==&lt;br /&gt;
*[[Zementarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
*Scheydt, Jennifer; Felsch, Klaus; Beer, Werner: Entwicklung und Anwendung reaktiver Spritzbetonzemente. In: tunnel 04/2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
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		<id>https://beton.wiki/index.php?title=SE-Zement&amp;diff=12714</id>
		<title>SE-Zement</title>
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		<updated>2024-06-04T09:42:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Schnellerstarrende [[Zement|Zemente]] (SE-Zemente) werden auch als Spritzbetonzemente bezeichnet. Sie müssen den allgemeinen Anforderungen aus DIN EN 197-1 bzw. DIN EN 197-5 und bezüglich Erstarrungsbeginn den Anforderungen aus DIN 1164-11 Tabelle 1 entsprechen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese [[Sonderzemente]] mit schnellem Erstarren nach DIN 1164-11 weisen einen [[Erstarren|Erstarrungsbeginn]] ≤ 45 Minuten auf.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Herstellung der Probekörper für die Prüfung der Festigkeit und für die Prüfung des Erstarrens und der Raumbeständigkeit gelten für SE-Zemente abweichend von DIN EN 197-1 die im Anhang A der DIN 1164-11 festgelegten Verfahren.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
SE-Zemente sind für die normale [[Betonherstellung]] nicht geeignet, ermöglichen aber eine sachgerechte Herstellung von Beton mit besonderen Herstellverfahren wie z.B. das Trockenspritzverfahren oder bei Verwendung von Zusatzmitteln. SE-Zemente ermöglichen z. B. [[Spritzbeton|Spritzbetone]], die ohne [[Beschleuniger]] auskommen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bezeichnung: Ein Portlandzement der Festigkeitsklasse 32,5 mit üblicher Anfangsfestigkeit (N), hohem Sulfatwiderstand (SR) und schnellerstarrend (SE) wird wie folgt bezeichnet:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Portlandzement DIN1164–CEM I 32,5N–SR/SE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verkürzten Erstarrungszeiten werden durch Modifikationen bei der [[Zementherstellung]] bewirkt. Das [[Erstarren]] eines Zements wird im Normalfall durch Zugabe eines [[Sulfate|Sulfatträgers]] ([[Gips]], [[Anhydrit]]) beim Mahlen des Zementklinkers gesteuert. Sulfatfreie Pasten aus gemahlenem [[Zementklinker]] erstarren im Allgemeinen schon nach spätestens zehn Minuten. Demgegenüber beginnt das Erstarren in sulfathaltigen Pasten aus dem gleichen Klinker im Allgemeinen erst nach zwei bis drei Stunden. Für jeden Zement gibt es je nach Reaktionsfähigkeit des [[Tricalciumaluminat]] (C3A) einen bestimmten [[Calciumsulfat|Calciumsulfatzusatz]], der das Erstarren optimal verzögert. Zemente mit verkürztem Erstarren, die sogenannten Spritzbetonzemente, sind [[Portlandzement|Portlandzemente]] mit vermindertem Gehalt an Calciumsulfat, gegebenenfalls mit Zusatz geringer Mengen an [[Beschleuniger|Beschleunigern]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch: ==&lt;br /&gt;
*[[Zementarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B1.pdf Zement-Merkblatt B1: Zemente und ihre Herstellung]&lt;br /&gt;
*[http://shop.verlagbt.de/expertenwissen-baustoffe/zement.html Locher, Friedrich W.: Zement – Grundlagen der Herstellung und Verwendung. Verlag Bau+Technik GmbH, Düsseldorf 2000]&lt;br /&gt;
*Scheydt, Jennifer; Felsch, Klaus; Beer, Werner: Entwicklung und Anwendung reaktiver Spritzbetonzemente. In: tunnel 04/2018&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Category:Bindemittel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=BBQ-Konzept&amp;diff=12713</id>
		<title>BBQ-Konzept</title>
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		<updated>2024-04-18T16:56:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Begriff, der mit der Normenreihe DIN 1045:2023-08 eingeführt wurde.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Normenreihe DIN 1045:2023-08 unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich vom derzeitig noch gültigen Regelwerk im Betonbau, in dem zum Beispiel die Anforderungen nicht danach differenziert werden, ob ein konventioneller Hochbau wie ein Mehrfamilienhaus zu errichten ist oder ob es sich um ein komplexes Ingenieurbauwerk wie eine Brücke handelt. Die zum Teil weitaus höheren Anforderungen bei komplexen Betonbauaufgaben können aber nur durch ein Konzept zur Betonbauqualität erfüllt werden, das eine Differenzierung hinsichtlich der Ingenieuraufgabe, der Betonherstellung und der Bauausführung ermöglicht. Diesen komplexeren Fällen sind aber nicht nur - zum Beispiel - komplette Ingenieurbauwerke zuzuordnen, sondern gegebenenfalls auch nur einzelne Bauteile eines Bauwerks. Deswegen können die Anforderungen nicht nur bauwerkspezifisch, sondern auch bauteilspezifisch definiert werden.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage der bestehenden Anforderungen an die Bauwerkssicherheit werden je nach Bauwerkstyp und Randbedingungen die Bauteile/Bauwerke in Klassen eingeteilt, für die unterschiedliche Anforderungen und Maßnahmen zum Erreichen einer bestimmten Qualität festgelegt werden. Diese Klassifizierung von Qualitätsanforderungen deckt dabei alle Bereiche des Betonbaus (Planung, Baustoff, Ausführung) ab.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kernstück des BBQ-Konzepts ist die DIN 1045-1000, in der die Einteilung in die einzelnen Klassen und die notwendigen Kommunikationselemente dargelegt werden. Während man zum Beispiel in der „niedrigsten“ &#039;&#039;&#039;Betonbauqualitätsklasse&#039;&#039;&#039; BBQ-N „normale Anforderungen“ davon ausgeht, dass das Handeln der Beteiligten auch ohne vertiefte Abstimmung untereinander in der Regel zum Erfolg führt, werden in den höheren Betonbauqualitätsklassen BBQ-E und BBQ-S verbindliche [[Betonfachgespräche]] (Ausschreibungs- und Ausführungsgespräche) unter Einbeziehung von Experten vorgeschrieben:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
•	BBQ-N&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bauwerke mit normalen Anforderungen an Planung, Bauausführung, Baustoffe und Kommunikation. Besondere Anforderungen an die Kommunikation werden nicht gestellt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
•	BBQ-E&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bauwerke mit erhöhten Anforderungen an Planung, Bauausführung, Baustoffe und Kommunikation. Die technischen Anforderungen entsprechen denen der Klasse BBQ-N, werden aber ergänzt um zusätzliche Regelungen. &lt;br /&gt;
Bei der Kommunikation werden verbindliche [[Betonfachgespräche]] gefordert.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
•	BBQ-S&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bauwerke mit besonders festzulegenden Anforderungen an Planung, Bauausführung, Baustoffe und Kommunikation. Die technischen Anforderungen entsprechen denen der Klasse BBQ-E ergänzt um spezifische Festlegungen aus der „Leistungsbeschreibung“ (z. B. auch aus der [[ZTV-ING]] oder [[ZTV-W]]). &lt;br /&gt;
Bei der Kommunikation werden die Anforderungen der Klasse BBQ-E erweitert, zum Beispiel durch die Einschaltung eines übergeordneten Fachkoordinators.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Einteilung in die Betonbauqualitätsklassen ist abhängig von:&lt;br /&gt;
* der vorgesehenen Nutzung und [[Nutzungsdauer]],&lt;br /&gt;
* den Einwirkungen,&lt;br /&gt;
* der Bauwerks- bzw. Bauteilkonstruktion,&lt;br /&gt;
* der Art des Betons (z. B. [[Leichtbeton]], [[Schwerbeton]], [[Selbstverdichtender Beton]] (SVB), [[Faserbeton]], [[Luftporenbeton]]),&lt;br /&gt;
* dem Bauverfahren und&lt;br /&gt;
gegebenenfalls weiteren Randbedingungen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ermittlung der obengenannten Betonbauqualitätsklassen wird erst durch die vorherige Zuordnung zu Klassen, die die jeweiligen Anforderungen an Planung, Bauausführung und Baustoffe innerhalb der einzelnen Bereiche abbilden, ermöglicht:&lt;br /&gt;
* Drei &#039;&#039;&#039;Planungsklassen&#039;&#039;&#039;: PK-N / PK-E / PK-S&lt;br /&gt;
* Drei &#039;&#039;&#039;Betonklassen&#039;&#039;&#039;: BK-N / BK-E / BK-S&lt;br /&gt;
* Drei &#039;&#039;&#039;Bauausführungsklassen&#039;&#039;&#039;: AK-N / AK-E / AK-S&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Zuordnung der Betonbauqualitätsklassen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Anforderungen !! normal (N) !! erhöht (E) !! speziell festzulegen (S)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Planungs-, Beton- oder Ausführungsklasse || PK-N und BK-N und AK-N || PK-E oder BK-E oder AK-E || PK-S oder BK-S oder AK-S&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Betonbauqualitätsklasse || BBQ-N || BBQ-E || BBQ-S&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Gemäß dieser Tabelle kann ein Bauwerk oder Bauteil nur in die „niedrigste“ Betonbauqualitätsklasse BBQ-N eingestuft werden, wenn Planungsklasse UND Betonklasse UND Ausführungsklasse „normal“ (= N) sind. Für die Einstufung ist immer die jeweils „schärfste“ Zuordnung in Planungsklasse, Betonklasse oder Ausführungsklasse maßgeblich (mit N &amp;lt; E &amp;lt; S). Bei einer Einstufung PK-N und AK-N und BK-S ist deshalb das Bauteil/Bauwerk in die höchste Betonbauqualitätsklasse BBQ-S einzustufen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Tabelle 2 in DIN 1045-1000 ermöglicht es, das eigene Projekt mit 76 Beispielfällen, unterteilt in die folgenden sechs Gruppen:&lt;br /&gt;
* Anforderungen an die Nutzung, &lt;br /&gt;
* [[Expositionsklassen]] und [[Feuchtigkeitsklasse|Feuchtigkeitsklassen]], &lt;br /&gt;
* [[Festigkeitsklassen]] und [[Festigkeitsentwicklung]], &lt;br /&gt;
* Betone für verschiedene Anwendungen, &lt;br /&gt;
* Bauteile und Bauwerke mit verschiedenen Anforderungen an die [[Bemessung]], Konstruktion und Ausführung, &lt;br /&gt;
* [[Bauverfahren]] und [[Nachbehandlung]]&lt;br /&gt;
zu vergleichen und entsprechend in die Planungsklassen (PK), Betonklassen (BK) und Bauausführungsklassen (AK) und - letztendlich - auch in die Betonbauqualitätsklasse einzuordnen. Projekte, für die nicht absolut übereinstimmende Vergleichsfälle in dieser Tabelle zu finden sind, sind sinngemäß zu beurteilen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Entsprechend der Zuordnung zur Betonbauqualtätsklasse sind ein Betonbaukonzept bzw. ein vorläufiges Betonbaukonzept zu erstellen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Bis zur Aufnahme der Normenreihe DIN 1045:2023-08 in die [[Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen]] (MVV TB) sind im Betonbau weiter DIN EN 206-1:2001 zusammen mit dem nationalen Anwendungsdokument DIN 1045-2:2008 anzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/beton-5-2022-138.html Breitenbücher, Rolf: Neue Normengeneration DIN 1045 auf der Zielgeraden. In: beton 5/2022 S. 138]&lt;br /&gt;
*Alfes, C.; lgnatiadis; A.; Wiens, U.: Die neue Normenreihe DIN 1045 – Weiterentwicklung der Betonbauqualität (BBQ). Deutscher Ausschuss für Stahlbeton e. V. (DAfStb), Berlin 2020&lt;br /&gt;
*Büchel, Rainer: Weißdruck der DIN 1045 im August erschienen. In: VDB-Information 160/23. Verband Deutscher Betoningenieure e. V. (Hrsg.), Bergisch Gladbach 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Betonleistungsf%C3%A4higkeit&amp;diff=12712</id>
		<title>Betonleistungsfähigkeit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Betonleistungsf%C3%A4higkeit&amp;diff=12712"/>
		<updated>2024-04-18T10:28:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: Weiterleitung nach Performance-Konzept erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;#WEITERLEITUNG [[Performance-Konzept]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Performance-Konzept&amp;diff=12711</id>
		<title>Performance-Konzept</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Performance-Konzept&amp;diff=12711"/>
		<updated>2024-04-18T10:26:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: Die Seite wurde neu angelegt: „auch: Konzept gleicher Betonleistungsfähigkeit (Equivalent Concrete Performance Concept, abgekürzt ECPC) &amp;lt;br&amp;gt;  Performance-Konzepte im Betonbau ermöglichen eine Flexibilisierung bei der Herstellung von Beton. Die derzeit anzuwendende Norm DIN EN 206-1:2001 zusammen mit dem nationalen Anwendungsdokument DIN 1045-2:2008 basiert auf einem deskriptiven Konzept, das über Vorgaben an die Betonzusammensetzung ein Mindestniveau der je…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;auch: Konzept gleicher Betonleistungsfähigkeit (Equivalent Concrete Performance Concept, abgekürzt ECPC) &amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Performance-Konzepte im Betonbau ermöglichen eine Flexibilisierung bei der [[Betonherstellung|Herstellung von Beton]]. Die derzeit anzuwendende Norm DIN EN 206-1:2001 zusammen mit dem nationalen Anwendungsdokument DIN 1045-2:2008 basiert auf einem deskriptiven Konzept, das über Vorgaben an die [[Betonzusammensetzung]] ein Mindestniveau der jeweils geforderten [[Betoneigenschaften|Eigenschaften des Betons]] definiert. Beim Performance-Konzept lässt die Norm Freiheiten bei der Zusammensetzung des Betons zu, solange der Betonhersteller die für den jeweiligen Beton geforderten Eigenschaften nachweisen kann.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bezüglich der Verwendung von [[Betonzusatzstoffe|Betonzusatzstoffen]] muss hierzu für den Beton die Gleichwertigkeit in den [[Dauerhaftigkeit|dauerhaftigkeitsrelevanten]] Eigenschaften gegenüber einem Referenzbeton nachgewiesen werden, der die Normvorgaben für die jeweilige [[Expositionsklassen|Expositionsklasse]] erfüllt. Der Nachweis der äquivalenten Leistungsfähigkeit muss dauerhaftigkeitsrelevante Prüfungen für die jeweilige Exposition beinhalten, ein Nachweis nur einer gleichen [[Druckfestigkeit]] ist nicht ausreichend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/2-3-2014-68.html Breitenbücher, Rolf: Die neue EN 206 – Auswirkungen auf die Anwendung in Deutschland. In: beton 3/2014 S. 68]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[category: Baustoffherstellung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Betonbaukonzept&amp;diff=12710</id>
		<title>Betonbaukonzept</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Betonbaukonzept&amp;diff=12710"/>
		<updated>2024-04-18T09:39:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: Weiterleitung auf Betonfachgespräche entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;In DIN 1045-1000:2023-08, Abschnitt 3 werden die Begriffe Betonbaukonzept und vorläufiges Betonbaukonzept eingeführt. Dabei handelt es sich um projektbezogene Konzepte, die die Zusammenhänge zwischen [[Bemessung]]/Konstruktion, der [[Betonherstellung]] und der Bauausführung umfassen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein vorläufiges Betonbaukonzept wird zunächst in dem [[Betonfachgespräche|BBQ-Ausschreibungsgesprächs]] erstellt, das endgültige im Rahmen des [[Betonfachgespräche|Startgesprächs]] der Ausführungsgespräche.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Ersch%C3%BCtterung&amp;diff=12709</id>
		<title>Erschütterung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Ersch%C3%BCtterung&amp;diff=12709"/>
		<updated>2024-04-18T09:32:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei [[Frischbeton|frischem]] und/oder [[Junger Beton|jungem]], sachgerecht hergestelltem und [[Verdichten|verdichtetem]] Beton, haben Erschütterungen mit Schwingungsgeschwindigkeiten bis zu etwa v = 20 mm/s i. A. keine nachteiligen Folgen auf die spätere [[Festigkeit]] des Betons. Dies gilt, solange die Erschütterungsamplituden kleiner als etwa 0,7 mm sind. Die in der Baupraxis auftretenden Schwingungsgeschwindigkeiten liegen i. d. R. unter v = 20 mm/s. Wirken Erschütterungen auf Beton ein, der durch Schwingungen noch ins Fließen gerät, so können sie eine [[Nachverdichten|Nachverdichtung]] und als deren Folge eine höhere Festigkeit des Betons bewirken. Wird der Beton in einem Zeitraum erschüttert, in dem er durch Schwingungen gerade nicht mehr nachverdichtet werden kann, beginnt eine kritische Phase, in der bei stärkeren Erschütterungen die Schwingungsbeanspruchung die Festigkeit des [[Junger Beton|jungen Betons]] überschreiten kann und dadurch bedingte Festigkeitsverringerungen auftreten. Diese kritische Phase lässt sich auf einen Zeitraum von etwa 3 bis 14 Stunden nach dem Betoneinbau eingrenzen.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Betonfachgespr%C3%A4che&amp;diff=12708</id>
		<title>Betonfachgespräche</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Betonfachgespr%C3%A4che&amp;diff=12708"/>
		<updated>2024-04-18T09:26:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Begriff aus dem [[BBQ-Konzept]] der Normenreihe DIN 1045:2023-08.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das BBQ-Konzept beinhaltet für ein konkretes Bauvorhaben, dass Bauherr, Planer, Bauunternehmen und Baustoffhersteller frühzeitig zusammenarbeiten müssen. Daher werden auch höhere Anforderungen an die Kommunikation gestellt. Der Planer soll dabei mit dem Auftraggeber zunächst die [[BBQ-Konzept|Betonbauqualitätsklasse]] festlegen. Und an den Schnittstellen müssen sich die Beteiligten (spätestens nach der Vergabe) über die tatsächlich erforderlichen [[Frischbetoneigenschaften|Frisch-]] und [[Festbeton|Festbetoneigenschaften]] (Performance-Konzept) verständigen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wichtige Elemente dabei sind die Betonfachgespräche im Zuge der Planung (&#039;&#039;&#039;BBQ-Ausschreibungsgespräch&#039;&#039;&#039;) sowie vor und während der Ausführung der Betonbauarbeiten (&#039;&#039;&#039;BBQ-Ausführungsgespräche&#039;&#039;&#039;). Für die Organisation und Dokumentation dieser Betonfachgespräche hat der Bauherr einen BBQ-Koordinator zu bestimmen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ziel des &#039;&#039;&#039;BBQ-Ausschreibungsgesprächs&#039;&#039;&#039; ist die Erarbeitung eines vorläufigen &#039;&#039;&#039;Betonbaukonzepts&#039;&#039;&#039;, das Parameter für die [[Ausschreibung]] von [[Betoneigenschaften]] sowie den [[Betonverarbeitung|Einbau]] und die [[Nachbehandlung]] von Beton enthält. Neben Objektplaner, Tragwerksplaner und Ausschreibendem soll an dem Ausschreibungsgespräch auch eine Fachkundige Person als Experte für Betonbautechnik teilnehmen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausführungsgespräche&#039;&#039;&#039; sollen vor und während der Bauausführung stattfinden mit dem Ziel, ein Betonbaukonzept zu erstellen und fortlaufend fortzuschreiben. Neben dem Koordinator (Objektplaner) oder BBQ-Federführenden (vom Bauherrn beauftragter Koordinator) sind hier auch wieder der Tragwerksplaner, gegebenenfalls der Ausschreibende, dazu noch der ausführende Bauleiter, der Betonhersteller, gegebenenfalls der Subunternehmer sowie die Fachkundige Person als Experte für Betonbautechnik als Teilnehmer vorgesehen.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &#039;&#039;&#039;Startgespräch&#039;&#039;&#039; der Ausführungsgespräche ist das Betonbaukonzept zu erarbeiten, das die [[Betonherstellung]] und die Bauausführung inklusive Angaben für die Betonherstellung und Lieferung und Angaben für den [[Betonverarbeitung|Betoneinbau]] umfasst. Im Bedarfsfall schließen sich regelmäßige &#039;&#039;&#039;Bauverlaufsgespräche&#039;&#039;&#039; an, in denen das Betonbaukonzept entsprechend des Verlaufs der praktischen Umsetzung fortgeschrieben wird.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehrfach genannte &#039;&#039;&#039;Fachkundige Person&#039;&#039;&#039; soll gemäß Abschnitt 5.4 der DIN 1045-1000 über folgende Kenntnisse in der Betonbautechnik verfügen:&lt;br /&gt;
* vertiefte Kenntnisse in [[Bemessung]] und Konstruktion und [[Bauverfahren]]&lt;br /&gt;
* vertiefte Kenntnisse zur Beurteilung der [[Standsicherheit]] (einschl. [[Brandschutz]], [[Bauphysik]] und gegebenenfalls Verkehrssicherheit) und [[Gebrauchstauglichkeit]]&lt;br /&gt;
* Kenntnisse über die Technischen Baubestimmungen und die Grundanforderungen an Bauwerke und Bauteile und die daraus resultierenden Anforderungen an Baustoffe und Systeme&lt;br /&gt;
* nachweislich vertiefte Kenntnisse und Erfahrung in der Betontechnik und in der Herstellung von und dem Bau mit [[Betonfertigteile|Betonfertigteilen]] sowie in der Bauausführung und der Qualitätssicherung&lt;br /&gt;
* vertiefte Kenntnisse zur Beurteilung der [[Dauerhaftigkeit]] von Betonbauteilen&lt;br /&gt;
* bei Fertigteilen vertiefte Kenntnisse der Werkplanung und der Herstellung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinweis: Bis zur Aufnahme der Normenreihe DIN 1045:2023-08 in die [[Muster-Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen]] (MVV TB) sind im Betonbau weiter DIN EN 206-1:2001 zusammen mit dem nationalen Anwendungsdokument DIN 1045-2:2008 anzuwenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
*[https://fwbau.verlagbt.de/eintrag/beton-5-2022-138.html Breitenbücher, Rolf: Neue Normengeneration DIN 1045 auf der Zielgeraden. In: beton 5/2022 S. 138]&lt;br /&gt;
*Alfes, C.; lgnatiadis; A.; Wiens, U.: Die neue Normenreihe DIN 1045 – Weiterentwicklung der Betonbauqualität (BBQ). Deutscher Ausschuss für Stahlbeton e. V. (DAfStb), Berlin 2020&lt;br /&gt;
*Büchel, Rainer: Weißdruck der DIN 1045 im August erschienen. In: VDB-Information 160/23. Verband Deutscher Betoningenieure e. V. (Hrsg.), Bergisch Gladbach 2023&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Risse&amp;diff=12707</id>
		<title>Risse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Risse&amp;diff=12707"/>
		<updated>2024-04-18T09:25:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Risse im Beton lassen sich nicht generell vermeiden, sie sind aber auch nicht grundsätzlich schädlich. Bei auf Zug oder Biegung belasteten [[Stahlbeton|Stahlbetonbauteilen]] gehören Risse sogar zum Prinzip der Lastabtragung dazu. Denn bevor die [[Bewehrung]] die Zugkräfte vollständig übernehmen kann, ist der Beton bereits gerissen, da die [[Dehnung]] des Bewehrungsstahls im üblichen Stahlspannungsbereich bei ungefähr 1,0 ‰ liegt und damit sechs- bis zehnfach größer ist als die Betonzugbruchdehnung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Breite der Risse muss auf auf ein unschädliches Maß beschränkt werden, oder der Riss ist planmäßig zu schließen. Geschieht dies nicht, können [[Tragfähigkeit]], [[Gebrauchstauglichkeit]] und [[Dauerhaftigkeit]] von Betonbauteilen durch Risse beeinträchtigt werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Risse entstehen infolge der Eigenschaften und der [[Verarbeiten|Verarbeitung]] des Betons, infolge [[Zwangsspannungen]] sowie infolge äußerer Lasten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Risse im [[Frischbeton]] entstehen durch rasche Volumenverminderung der oberflächennahen Betonschicht infolge Wasserentzugs. Dieses Austrocknen wird durch geringe Luftfeuchte, Wind, Sonneneinstrahlung und ungünstige Temperaturen begünstigt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Risse im [[Junger Beton|jungen]] und [[Festbeton|erhärteten Beton]] entstehen, wenn die durch Eigenspannungen, [[Zwangsspannungen]] und durch äußere Belastung hervorgerufenen Zugspannungen die bis zu diesem Zeitpunkt vorhandene [[Zugfestigkeit]] des Betons erreichen bzw. die dadurch hervorgerufenen [[Dehnung|Dehnungen]] die aktuellen Zugbruchdehnungen überschreiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Praxis entstehen Risse häufig durch [[Schwinden]] – insbesondere [[Frühschwindrisse|Frühschwinden]] – oder Abfließen der [[Hydratationswärme]]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird zwischen oberflächennahen und [[Trennrisse|Trennrissen]] unterschieden. Oberflächennahe Risse erfassen nur geringe Querschnittsteile und sind häufig netzartig ausgebildet. [[Trennrisse]] erfassen wesentliche Teile des Querschnitts (z. B. Zugzone, Steg) oder den gesamten Querschnitt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Rissgefahr kann durch bautechnische Maßnahmen, die [[Betonzusammensetzung]], den [[Betonverarbeitung|Betoneinbau]], eine sorgfältige [[Nachbehandlung]], [[Mindestbewehrung]] und die Anordnung von [[Fugen]] ([[Scheinfugen]], [[Arbeitsfugen]] und [[Bewegungsfugen]]) verringert werden. Die Verformungen bzw. die Behinderung der Verformungen lassen sich dadurch zwar verringern, jedoch nicht unter die Zugbruchdehnung des Betons bringen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Rissen in Brückenbauwerken o.ä. sind die [[ZTV-ING]] zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B18.pdf Zement-Merkblatt B18: Risse im Beton]&lt;br /&gt;
*[http://fwbau.verlagbt2.de.w014576d.kasserver.com/eintrag/beton-6-2016-248.html Weiler, Michael; Waldmann, Danièle: Untersuchung der Rissentwicklung an zementgebundenen Sichtestrichen. In: beton 6-2016; S. 248]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Krakelee-Risse]]&lt;br /&gt;
*[[Netzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[Schalenrisse]]&lt;br /&gt;
*[[Haarrisse]]&lt;br /&gt;
*[[Injektion]]&lt;br /&gt;
*[[Verpressen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
	</entry>
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		<id>https://beton.wiki/index.php?title=Risse&amp;diff=12706</id>
		<title>Risse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://beton.wiki/index.php?title=Risse&amp;diff=12706"/>
		<updated>2024-04-18T09:24:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buechel: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Risse im Beton lassen sich nicht generell vermeiden, sie sind aber auch nicht grundsätzlich schädlich. Bei auf Zug oder Biegung belasteten [[Stahlbeton|Stahlbetonbauteilen]] gehören Risse sogar zum Prinzip der Lastabtragung dazu. Denn bevor die [[Bewehrung]] die Zugkräfte vollständig übernehmen kann, ist der Beton bereits gerissen, da die [[Dehnung]] des Bewehrungsstahls im üblichen Stahlspannungsbereich bei ungefähr 1,0 ‰ liegt und damit sechs- bis zehnfach größer ist als die Betonzugbruchdehnung.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Breite der Risse muss auf auf ein unschädliches Maß beschränkt werden, oder der Riss ist planmäßig zu schließen. Geschieht dies nicht, können [[Tragfähigkeit]], [[Gebrauchstauglichkeit]] und [[Dauerhaftigkeit]] von Betonbauteilen durch Risse beeinträchtigt werden. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Risse entstehen infolge der Eigenschaften und der [[Verarbeiten|Verarbeitung]] des Betons, infolge [[Zwangsspannungen]] sowie infolge äußerer Lasten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Risse im [[Frischbeton]] entstehen durch rasche Volumenverminderung der oberflächennahen Betonschicht infolge Wasserentzugs. Dieses Austrocknen wird durch geringe Luftfeuchte, Wind, Sonneneinstrahlung und ungünstige Temperaturen begünstigt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Risse im [[Junger Beton|jungen]] und [[Festbeton|erhärteten Beton]] entstehen, wenn die durch Eigenspannungen, [[Zwangsspannungen]] und durch äußere Belastung hervorgerufenen Zugspannungen die bis zu diesem Zeitpunkt vorhandene [[Zugfestigkeit]] des Betons erreichen bzw. die dadurch hervorgerufenen [[Dehnung|Dehnungen]] die aktuellen Zugbruchdehnungen überschreiten.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
In der Praxis entstehen Risse häufig durch [[Schwinden]] – insbesondere [[Frühschwindrisse|Frühschwinden]] – oder Abfließen der [[Hydratationswärme]]. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird zwischen oberflächennahen und [[Trennrisse|Trennrissen]] unterschieden. Oberflächennahe Risse erfassen nur geringe Querschnittsteile und sind häufig netzartig ausgebildet. [[Trennrisse]] erfassen wesentliche Teile des Querschnitts (z. B. Zugzone, Steg) oder den gesamten Querschnitt. &amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Rissgefahr kann durch bautechnische Maßnahmen, die [[Betonzusammensetzung]], den Betoneinbau, eine sorgfältige [[Nachbehandlung]], [[Mindestbewehrung]] und die Anordnung von [[Fugen]] ([[Scheinfugen]], [[Arbeitsfugen]] und [[Bewegungsfugen]]) verringert werden. Die Verformungen bzw. die Behinderung der Verformungen lassen sich dadurch zwar verringern, jedoch nicht unter die Zugbruchdehnung des Betons bringen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Rissen in Brückenbauwerken o.ä. sind die [[ZTV-ING]] zu beachten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*[http://www.beton.org/fileadmin/beton-org/media/Dokumente/PDF/Service/Zementmerkbl%C3%A4tter/B18.pdf Zement-Merkblatt B18: Risse im Beton]&lt;br /&gt;
*[http://fwbau.verlagbt2.de.w014576d.kasserver.com/eintrag/beton-6-2016-248.html Weiler, Michael; Waldmann, Danièle: Untersuchung der Rissentwicklung an zementgebundenen Sichtestrichen. In: beton 6-2016; S. 248]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
*[[Krakelee-Risse]]&lt;br /&gt;
*[[Netzrisse]]&lt;br /&gt;
*[[Schalenrisse]]&lt;br /&gt;
*[[Haarrisse]]&lt;br /&gt;
*[[Injektion]]&lt;br /&gt;
*[[Verpressen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Buechel</name></author>
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